Interview mit Scarlett Johansson: "Meine Rolle besitzt Sex-Appeal und Tiefe"
zuletzt aktualisiert: 30.04.2010 - 07:34(RP). Sie hat als Kind im "Pferdeflüsterer" gespielt und für Woody Allen vor der Kamera gestanden. Jetzt ist Scarlett Johannson (25) in "Iron Man 2" zu sehen, der nächste Woche in die Kinos kommt. Mit uns spricht sie über die die Herausforderungen ihrer Geheimagenten-Rolle.
Im Film spielen Sie Geheimagentin "Black Widow". Wie haben Sie sich auf die Kampfszenen vorbereitet?
Johansson Die Choreographie war kompliziert. Deshalb musste ich monatelang trainieren, bis jeder Hieb perfekt saß. Ich habe Gewichte gestemmt und Boxen gelernt.
Beherrschen Sie Selbstverteidigung nur im Film, oder könnten Sie auch jemanden in die Flucht schlagen?
Johansson Ich würde mal behaupten, dass ich ziemlich kräftig bin. Und jemanden in den Hintern treten, das kann ich – das ist nun mal Teil meines Charmes!
Im Film sind Sie brünett – das ist natürlich längst nicht so auffallend wie blond. Gefielen Sie sich so?
Johansson Ja, es sah anders, irgendwie interessant aus. Allerdings war der Anblick für mich nicht ungewöhnlich, weil ich bisher alle Haarfarben des Regenbogens schon mal an mir ausprobiert habe.
Sie werden immer mit dem Attribut "sexy" bedacht. Steht Ihre Schönheit Ihnen manchmal im Wege?
Johansson Über so etwas denke ich nicht nach. Natürlich beurteile ich mein Aussehen auf Fotos oder Werbekampagnen, gucke, wie mir manche Kleidung steht, ob die Haare gut sitzen oder ob ich zu dick oder zu dünn aussehe – genauso wie jede andere Frau es auch macht. Aber mein Aussehen ist nicht das Wichtigste, sondern was ich im Kopf habe.
Mochten Sie eigentlich Ihre Heldin hier bei "Iron Men 2"?
Johansson Es war spannend, weil mein Charakter neben ihrem Sex-Appeal genauso Tiefe besitzt. Ich habe bisher keine Heldin getroffen, die mit null Sex-Appeal daherkommt. Was ebenso aufregend war, ist, dass wir bis zum ersten Drehtag kein vollständiges Drehbuch hatten und ich somit meine Rolle selbst entwickeln konnte.
Wer sind Helden in Ihrem Leben?
Johansson Ich habe viele Menschen getroffen, die ich als Helden bezeichnen würde und die ein Vorbild sind – egal, ob es Freunde, Familienmitglieder oder Kollegen sind.
Ein Vorbild für Sie ist Barack Obama.
Johansson Ich hoffe, dass er die Balance im Land wieder herstellen kann. Es gibt kaum Arbeit, und langsam aber sicher verschwindet die Mittelschicht. Täglich kämpfen die Menschen hier ums Überleben. Die Gesundheitsreform wird hoffentlich viel Gutes bewirken.
M. Schaghaghi führte das Interview.
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