Aufklärung ist US-Filmemacher lieber: Michael Moore verzichtet auf Oscar-Beteiligung
zuletzt aktualisiert: 19.10.2004 - 15:35Flint (rpo). Gute Chancen hätte er sicherlich, doch zugunsten der Volksaufklärung verzichtet Michael Moore auf die Nominierung zum nächsten Oscar. Auf seiner Homepage erklärt der Dokumentarfilmer, warum er "Fahrenheit 9/11" lieber im TV sieht als mit einem goldenen Männchen geschmückt.
"Die Zuschauer kommen anders aus dem Kino, als sie hineingegangen sind", erläutert er, "niemand kann ernsthaft George W. Bush wählen, wenn er zuvor '9/11' gesehen hat". 80 Prozent der Wähler würden bereits als Kerry-Wähler in den Film hinein, jedoch 100 Prozent als Kerry-Wähler wieder aus dem Kino hinauskommen. Sogar 44% der republikanischen Wähler beurteilten den Film positiv, so Moore. Sollte Kerry die US-Wahl gewinnen, so läge dass angeblich auch an diesem Film, gab sich der Filmemacher zuversichtlich. Bereits 20 Millionen Zuschauer hätten den Film bereits gesehen: "schlecht für Bush".
Als DVD ist der Film bereits seit Anfang Oktober erhältlich, nun möchte Moore ihn auch ins Fernsehen bringen, denn dort würde er noch mehr Menschen erreichen und die Chance auf Bushs Abwahl verstärken. Eine Ausstrahlung würde allerdings das Aus für die Oscar-Nominierung bedeuten, denn an den "Academy Awards" dürfen nur Dokumentarfilme teilnehmen, die noch nicht im TV ausgestrahlt wurden. Der Vertrag mit dem DVD-Vertreiber ließe dies zwar ohnehin nicht zu, so Michael Moore, aber er gebe den Kampf nicht auf, ihn doch noch vor den Wahlen im Fernsehen zu platzieren. Aus diesem Grunde verzichtet Moore darauf, den Film ins Rennen um den Oscar zu schicken.
Weiterhin nannte Moore den Grund, auch anderen Dokumentarfilmen die Möglichkeit zu geben, einen Preis zu gewinnen. "Obwohl man nie sicher sein darf, dass man wirklich eine sichere Bank ist", wie viele Zuschauer ihm versichert hätten.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum






