Regisseur Färberböck beschäftigte sich mit 11. September: 'Michael Moore - wichtig und fragwürdig zugleich'
zuletzt aktualisiert: 10.09.2004 - 12:25Osnabrück (rpo). Der Regisseur von "Aimee und Jaguar", Max Färberböck, weiß offenbar nicht genau, was er vom Bush-kritischen Dokumentarfilmer Michael Moore halten soll. "Ich finde ihn absolut wichtig und fragwürdig zugleich", wird er zitiert.
Färberböck unterscheidet die politischen und die ästhetischen Verdienste seines US-Kollegen. "Er verwendet populistische Mittel. Ich tue mich schwer damit, wenn ich sehe, wie Filme so subjektiv auf Effekt geschnitten werden", sagte der 54-Jährige der Osnabrücker Zeitung. "Es wäre ein Niedergang, wenn irgendwann immer nur noch der lachende Bush mit einem toten Kind gegeneinander geschnitten wird", erläuterte er. Trotzdem sei Moore eine Ausnahmeerscheinung. "Ich finde seine Art von Gegenaggression zur unglaublich platten Fernsehpolemik der White-House-Elite wichtig, den Dokumentaristen in ihm weniger."
Wie Moore hat sich auch Färberböck mit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 auseinandergesetzt. Das ZDF strahlt den Spielfilm "September" am Sonntag um 22 Uhr aus.
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