"Hannah Montana - Der Film" startet in Deutschland: Miley Cyrus mit Teenie-Doppelleben im Kino
zuletzt aktualisiert: 27.05.2009 - 19:13Berlin (RPO). Miley Cyrus gilt als das wichtigste Aushängeschild des amerikanischen Disney-Konzerns: Ihr Vermögen wird auf rund 25 Millionen Dollar geschätzt, das US-Magazin "Time" nahm sie im vergangenen Jahr in die Liste der 100 einflussreichsten Menschen weltweit auf. Ihre Sitcom "Hannah Montana" wird rund um die Welt ausgestrahlt. Kein Wunder also, dass nun auch die Kinoversion zur Serie folgt: "Hannah Montana - Der Film" läuft am 1. Juni in den deutschen Kinos an.
Die 16-Jährige spielt darin wie gewohnt die Schülerin Miley Stewart, die ein Doppelleben führt. Wenn sie sich eine blonde Perücke über die braune Mähne streift, verwandelt sie sich in den Popstar Hannah Montana und füllt die Konzerthallen. Nur die wenigsten wie Vater Robby - dargestellt von Miley Cyrus' Vater, Countrysänger Billy Ray Cyrus - und ihre besten Freunde wissen davon. Denn Miley will ein ganz normales Mädchen bleiben.
Stress durch Doppelleben
Diese Grundbotschaft der Serie ist auch der Ausgangspunkt für den Film, bei dem Peter Chelsom Regie führte. Ihr Ruhm als Popsängerin Hannah Montana steigt Miley allmählich zu Kopf: Sie verpasst beinahe den Geburtstag ihrer besten Freundin Lilly und die Verabschiedung ihres Bruders, der aufs College geht. Dann liefert sie sich auch noch vor den Kameras der Paparazzi ein Handgemenge mit Topmodel Tyra Banks (spielt sich selbst) um ein Paar Designer-Schuhe.
Vater Robby Ray zieht die Notbremse: Er verordnet seiner Tochter zwei Wochen Landleben daheim bei der Familie in Tennessee, wo auch der Teenagerstar im wahren Leben herstammt. Widerwillig lässt Miley sich im Film auf die Bedingung ein. Niemand ahnt hier etwas von ihrem Alter Ego. Erschwert wird der Aufenthalt von Miley auf dem Land allerdings durch den Reporter eines britischen Klatschmagazins, der sich auf die Fersen des Popstars geheftet hat und droht, das Geheimnis aufzudecken.
Bei ihrem Urlaub auf dem Land ändert sich für Miley schlagartig alles, als sie ihren alten Freund Travis (Lucas Till), einen jungen Cowboy, wiedertrifft. Zum ersten Mal ist sie richtig verliebt, und auch Travis ist von Miley hingerissen. Um ihn zu beeindrucken, behauptet Miley, sie kenne Hannah Montana gut und könne sie zu einem Wohltätigkeitskonzert, bei dem Spenden für die örtlichen Landwirtschaft gesammelt werden, überreden. Das Chaos ist damit perfekt: Miley, die zur Unterstützung ihre Freundin Lilly anheuert, verzettelt sich zunehmend in ihren Notlügen und muss ständig zwischen ihren beiden Rollen hin- und herwechseln. Schließlich fliegt sie auf.
Gelungener Teenagerfilm
"Hannah Montana - Der Film" hat sämtliche Zutaten, die zu einem Teenagerfilm dazu gehören: Es geht um die erste Liebe, Freundschaft, Familie und es gibt viel Musik mit zwölf neuen Songs von Hannah Montana und Miley.
Für Nicht-Fans ist die Geschichte etwas kitschig, klamaukig und an manchen Stellen auch langatmig. Die Anhänger von Miley und Hannah Montana wird das aber wenig stören. Gelungen ist die Idee, den Film von den bekannten Seriensets in Kalifornien an einen ganz neuen Ort zu verlagern. Und auch die fehlenden Lachkonserven aus der Sitcom sind wohltuend.
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