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Misslungene Fortsetzung der Reihe "Die Bestimmung"

Die Handlung jagt mit Riesensprüngen voran, doch Veronica Roths "Bestimmung"-Romantrilogie kommt auch im dritten Film nicht zum Ende. Der Filmproduzent teilt das Buch wieder auf, um zweifach zu verdienen. Das Ergebnis "Die Bestimmung - Allegiant" ist ein unbefriedigendes Holterdiepolter, das man sich bis zum endgültigen Finale im Jahr 2017 gut sparen kann.

Die 16-jährige Tris (Shailene Woodley) hat die Grenzen der aufgeteilten Gesellschaftsordnung im post-apokalyptischen Chicago niedergerissen. Doch die Mauer zur Außenwelt wird von der neuen Führung geschlossen, und es beginnt eine Terrorherrschaft wie bei der Französischen Revolution mit Hinrichtungen vor Pöbel. Tris will dem entfliehen und ihrer im letzten Teil offenbarten, mysteriösen Bestimmung folgen. Zusammen mit einer Gruppe von Freunden überwindet sie in aufwändigen Action-Szenen die Mauer, durchwandert unter Blutregen die zerstörte Umwelt der "Randzone", um hinter einem Tarnschirm eine faszinierend futuristische Welt zu entdecken.

Der deutsche Regisseur Robert Schwentke findet sich nach richtig guten ersten Werken ("Eierdiebe", "Flight Plan") mit seinem zweiten "Bestimmungs"-Film erneut "Lost in Computereffekte". Das sieht teils eindrucksvoll aus. Aber dramaturgisch geriet es holperig. Die Handlung fließt nie organisch zwischen den Schauwerten. Da musste das Buch wohl sehr eingekürzt werden.

Die Bestimmung, USA 2016 - Regie: Robert Schwentke, mit Shailene Woodley, Jeff Daniels, 120 Min.

(ghj)
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