Das Box-Idol Muhammad Ali wird 70 Jahre alt.
Er wurde am 17. Januar 1942 als Cassius Marcellus Clay Jr. in Louisville (Kentucky, USA) geboren. Seit seinem Bekenntis zum Islam (1964) nennt er sich Muhammad Ali.
Der Amerikaner gilt als einer der besten Boxer aller Zeiten. Im Jahr 1999 wurde er vom Internationalen Olympischen Komitee zum Sportler des Jahrhunderts gewählt.
Seinen ersten Weltmeistertitel errang Ali 1964 im Kampf gegen Sonny Liston. Der mit sieben zu eins als Außenseiter gesetzte Clay gewann nach der Aufgabe seines Gegners in der sechsten Runde.
In einem der besten Kämpfe aller Zeiten besiegte Muhammad Ali 1974 den amtierenden Weltmeister George Foreman in der achten Runde durch KO. Der Kampf fand in Kinshasa statt und wurde mit dem Slogan „Rumble in the Jungle“ gepuscht.
1975 besiegte Ali im „Thrilla in Manila“ (Philippinen) Joe Frazier. Der Ringarzt brach den Kampf nach der 14. Runde ab, da Fraziers Augen fast völlig zugeschwollen waren. Kurz nach dem Abbruch erlitt Ali einen Kreislaufzusammenbruch.
Der Boxstar sorgte auch außerhalb des Rings für mächtig Wirbel. Er bekannte sich öffentlich zur Nation of Islam, einer radikalen, afroamerikanischen Sekte, die von Malcolm X (links) geführt worden war.
So lehnte er öffentlich den Vietnamkrieg ab...
...und unterstützte die Emanzipationsbewegung der Afroamerikaner in den 1960er Jahren.
Sein bürgerrechtliches Engagement wurde von vielen Menschen gewürdigt. Er traf auch mit Papst Johannes Paul II. zusammen (1982).
Als er 1981 zurücktrat, hatte er 56 Kämpfe gewonnen - 37 davon durch K.O. - und nur fünf verloren. Er wurde drei Mal Weltmeister. Zudem gewann er bei den Olympischen Spielen 1960 die Goldmedaille.
1982 wurde bei Ali das Parkinson-Syndrom diagnostiziert.
Die Parkinsonsche Erkrankung ist deutlich fortgeschritten. Doch er trägt sein Schicksal mit beeindruckender Würde: "Es ist mir von Allah auferlegt."
Da seine geistigen Fähigkeiten, wie allgemein bei dieser Krankheit, kaum beeinträchtigt waren, ließ er es sich nicht nehmen, weiterhin weltweit im öffentlichen Leben aktiv zu sein und sich für wohltätige Zwecke einzusetzen.
Am Dienstag begeht der "Größte" seinen 70. Geburtstag.