Medienbericht: NRW-Filmstiftung verklagt Regisseur Roland Emmerich
zuletzt aktualisiert: 13.01.2007 - 12:35Düsseldorf/Hamburg (RPO). Die Filmstiftung Nordrhein-Westfalen hat einem Magazinbericht zufolge Regisseur Roland Emmerich ("Independence Day") auf die Rückzahlung von rund zwei Millionen Euro verklagt. Kurzzeitig wurde sogar ein Privatdetektiv angeheuert, um Beweise in den USA zu sichern.
Wie "Der Spiegel" am Samstag vorab berichtete, gehe es um Fördermittel, die Emmerich 1999 für seinen Film "The 13th Floor" bekommen hat. Unter dem damaligen Ministerpräsidenten Wolfgang Clement (SPD) war dem Bericht zufolge eine Delegation nach Hollywood gereist, um das Projekt unter Dach und Fach zu bekommen; in Nordrhein-Westfalen wurde, so der Deal, ein Teil des Filmmaterials bearbeitet.
Das Land und der Regisseur, der inzwischen im kalifornischen Beverly Hills wohnt, streiten sich jetzt darüber, ob der Film erfolgreich war. "Der Film war kein Kassenschlager, aber es gab Gewinne, und dann muss zurückgezahlt werden", sagte Michael Schmid-Ospach von der Filmstiftung. Emmerich-Anwalt Helge Sasse hält dagegen: "Die rechnen falsch, der Film hat sogar ein kleines Minus gebracht."
Das Landgericht Düsseldorf gab der Film-Stiftung jetzt recht, berichtete der "Spiegel". Emmerich habe dagegen Berufung eingelegt. Inzwischen erwarte die Filmstiftung auch von Star-Produzent Bernd Eichinger Fördergeld zurück. Der hatte 750 000 Euro für die Literatur-Verfilmung "Das Parfum" bekommen - deren Erfolg dürfte unstrittig sein.
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