Regisseur ist Kämpfer-Natur: Oliver Stone hatte schlimme Kindheit
zuletzt aktualisiert: 20.12.2004 - 13:47München (rpo). Der "Alexander"-Regisseur Oliver Stone führt seine kämpferische Natur auf Erlebnisse in seiner Jugend zurück. "Ich hatte eine schreckliche Kindheit. Ich wurde oft geschlagen", sagte der 58-Jährige. Das habe ihn hart gemacht - "aber auch sehr, sehr verletzbar".
Um diesen weichen Kern zu schützen, habe er sich manchmal wie ein Berserker aufgeführt, gab Stone zu. "Nennen wir es Notwehr - gepaart mit Größenwahn. Aber das ist nun wirklich längst vorbei." Die Sucht nach Extremen finde sich in allen seinen Filmen wieder, sagte Stone der Zeitschrift "GQ Gentlemen's Quarterly" zufolge.
Dem Mann, der in Vietnam die Tapferkeitsmedaille Purple Heart bekam, helfen seine Filme "Platoon" oder "Geboren am 4. Juli" bei der Bewältigung der Vergangenheit. Doch seine Härte aus Vietnam könne er auch in Hollywood unter Beweis stellen: "Um in Hollywood Filme verwirklichen zu können, musst du eisenhart sein. Das ist nichts für Weicheier."
Zudem gab der Regisseur zu, früher ein Womanizer gewesen zu sein. "Diese Gier nach Frauen, diese Blutlust - das ist wie im Dschungel: Die Gerüche, die Hitze, die Gefahr, das Stellen der Beute. Ich habe es geliebt. Sex kann sehr sexy sein."
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