Paukenschlag zu Beginn der Oscar-Verleihung: Der Österreicher Christoph Waltz gewinnt die Auszeichnung als "Bester Nebendarsteller" in dem Film "Inglourious Basterds".
Das ist die erste Auszeichnung für einen deutschsprachigen Schauspieler seit 1961. Seinerzeit gewann der Schweizer Maximilian die Auszeichnung als "Bester Hauptdarsteller" in "Das Urteil von Nürnberg". Penelope Cruz übergab die Trophäe
Waltz setzte sich gegen Hollywood-Veteranen wie Matt Damon ("Invictus"), Woody Harrelson ("The Messenger"), Christopher Plummer ("The Last Station") und Stanley Tucci ("The Lovely Bones") durch, die ebenfalls in dieser Kategorie nominiert waren.
Der Preis für den besten Animationsfilm ging an "Up". Cameron Diaz und Steve Carell präsentierten die Entscheidung.
Peter Docter nahm die Trophäe entgegen. Damit hat zum dritten Mal in Folge eine Produktion der Disney-Pixar-Studios den Oscar für den besten Zeichentrickfilm gewonnen. Der begehrte Preis ging in der Nacht zu Montag an den Film "Up", der auch in der Königskategorie "bester Film des Jahres" nominiert war. "Up" erzählt die Geschichte eines Rentners, der sich mit einem Jungen auf eine abenteuerliche Ballon-Reise begibt. Im Vorjahr war der Trickfilm-Oscar an die Disney-Pixar-Produktion "Wall-E" gegangen, 2008 hatte der Film "Ratatouille" aus denselben Studios den Preis gewonnen.
"The Weary Kind" gewinnt den Oscar für den besten Filmsong. Der Country-Schlager wird in "Crazy Heart" gespielt. Produzent T-Bone Burnett (links) und Ryan Bingham nehmen die Auszeichnung entgegen.
Der Oscar für das beste Original-Drehbuch geht an "The Hurt Locker". Tina Fey und Robert Downey Jr. präsentieren die Entscheidung.
Autor Mark Boal bedankt sich für die Auszeichnung.
Die Veranstalter drücken zeitweise richtig aufs Tempo - zumindest bei den nicht ganz massentauglichen Kurzfilm-Kategorien.
Jetzt steht die Entscheidung über den besten animierten Kurzfilm an. "Logorama" gewinnt, der Franzose Nicholas Schmerkin entschuldigt sich für seinen Akzent.
"The New Tenants" gewinnt den Oscar für den besten Live-Action-Kurzfilm und "Music by Prudence" siegt in der Kategorie "Beste Kurz-Dokumentation".
Ben Stiller sagt den Oscar für das beste Make-Up an. Obwohl wie einer der Ureinwohner aus "Avatar" verkleidet, ist der Film in dieser Kategorie gar nicht nominiert.
Am Ende gewinnt "Star Treck".
Nun ist das beste adaptierte Drehbuch an der Reihe. Geoffrey Fletcher, Autor des Scripts für "Precious", gewinnt die Trophäe. Er nimmt den Oscar sichtlich bewegt entgegen, ringt um seine Worte.
Jetzt wird es wieder richtig spannend! Die "Beste Nebendarstellerin" wird gekürt. Nominiert sind Penelope Cruz ("Nine"), Vera Farmiga ("Up in the Air"), Maggie Gyllenhaal ("Crazy Heart"), Anna Kendrick ("Up in the Air") und Mo`Nique ("Precious") - präsentiert von Robin Williams.
Die Auszeichnung geht an Mo`Nique! Sie bedankt sich bei der Akademie. Das Urteil zeige, dass es um Leistung und nicht um Politik gehe, erklärt die Siegerin.
Der Oscar für die besten Kostüme geht an "The young Victoria" - bereits der dritte für Sandy Powell. Sarah Jessica Parker und Designer Tom Ford überreichen die Statue.
Paul N.J. Ottosson gewinnt für "The Hurt Locker" sowohl die Kategorie "Bester Ton" als auch "Beste Tonmischung". Zuvor hatte "Avatar" noch bei "Bestes Szenenbild" gewonnen.
Mauro Fiore gewinnt den Oscar für die "Beste Kamera" in dem Film "Avatar".
Der Oscar für den besten Dokumentarfilm geht an "The Cove". Inhaltlich wird die Massentötung von Delfinen in einer Bucht in Japan behandelt. Zuvor gab es den Zuschlag für die besten Special Effects für "Avatar" und für Michael Giacchino für den Soundtrack zu "Up".
Der argentinische Film "El Secreto de Sus Ojos" gewinnt in der Kategorie "Bester nicht-englischsprachiger Film". Darin rollt ein Justizbeamter einen 30 Jahre zurückliegenden Mord auf. Hier gratuliert Pedro Almodovar dem Regisseur Juan Jose Campanella. Der deutsche Beitrag "Das weiße Band" geht leer aus. Zuvor gewann "The Hurt Locker" den besten Schnitt.
Jeff Bridges gewinnt den Oscar als bester männlicher Hauptdarsteller. Damit setzt er sich gegen George Clooney ("Up in the Air"), Colin Firth ("A single Man"), Morgan Freeman ("Invictus") und Jeremy Renner ("The Hurt Locker") durch.
Sandra Bullock wurde als "Beste Hauptdarstellerin" in dem Film ("The blind Side") geehrt.
Kathryn Bigelow triumphierte am Ende des Abend auf ganzer Linie: Sie erhielt den Oscar für die beste Regie. Außerdem wurde "The Hurt Locker" als bester Film geehrt. Insgesamt bekam der Streifen sechs Auszeichnungen. "Avatar" musste sich mit drei Oscars begnügen.