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"Mad Max: Fury Road" holt sechs Preise
"Spotlight" gewinnt Oscar als bester Film des Jahres

Fotos: Das sind die Gewinner der Oscars 2016
Fotos: Das sind die Gewinner der Oscars 2016 FOTO: afp, rix
Los Angeles. Das Missbrauchsdrama "Spotlight" hat den Oscar für den besten Film des Jahres gewonnen. Der Streifen von Regisseur Tom McCarthy, der sich um die Recherchen von US-Journalisten zum Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche dreht, setzte sich am Sonntagabend (Ortszeit) in Los Angeles unter anderem gegen "The Revenant - Der Rückkehrer" von Alejandro González Iñárritu durch.

Koproduzent Michael Sugar drückte in seiner Dankesrede die Hoffnung aus, dass "Spotlight" ein "Signal" an den Vatikan sende. "Dieser Film hat den Überlebenden eine Stimme gegeben, und dieser Oscar verstärkt diese Stimme", sagte er. "Papst Franziskus: Es ist an der Zeit, die Kinder zu schützen und den Glauben wiederherzustellen."

"Mad Max: Fury Road" gewinnt sechs Oscars

Die meisten Auszeichnungen heimste mit sechs Oscars der Endzeitfilm "Mad Max: Fury Road" ein, der allerdings vor allem in technischen Kategorien ausgezeichnet wurde. Der Schauspieler Leonardo DiCaprio holte nach langem Warten seinen ersten Academy Award. DiCaprio wurde für seine Darstellung des Trappers Hugh Glass in dem Western "The Revenant - Der Rückkehrer" geehrt. In seiner Dankesrede rief er zum Kampf gegen die Erderwärmung auf.

"Der Klimawandel ist Realität, es passiert in diesem Moment", sagte DiCaprio, dessen sechste Oscar-Nominierung endlich von Erfolg gekrönt war. Den Oscar für die beste weibliche Hauprolle sicherte sich die US-Schauspielerin Brie Larson für ihre Leistung in dem Thriller "Raum". Larson spielt dort eine Mutter, die mit ihrem kleinen Sohn von einem Mann gefangen gehalten wird.

Alejandro González Iñárritu erneut bester Regisseur

Iñárritu holte mit "The Revenant – Der Rückkehrer" den Oscar für die beste Regie. "Ich kann nicht glauben, dass das passiert", sagte er. Bereits im vergangenen Jahr hatte er den Regie-Oscar für "Birdman" gewonnen. Damit ist er erst der dritte Filmemacher nach Joseph Mankiewicz und John Ford, der in zwei aufeinander folgenden Jahren in dieser Kategorie ausgezeichnet wird.

Die deutschen Oscar-Hoffnungen erfüllten sich derweil nicht. Der mit dem Agententhriller "Bridge of Spies" in der Kategorie "Bestes Szenenbild" nominierte Berliner Filmausstatter Bernhard Henrich ging ebenso leer aus wie der Nachwuchsregisseur Patrick Vollrath, der es mit dem Familiendrama "Alles wird gut" in der Kategorie "bester Kurzspielfilm" in die Endauswahl geschafft hatte.

(spol/AFP)
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