Oscar-Verleihung in Los Angeles: "Slumdog Millionaire" und Kate Winslet räumen ab
zuletzt aktualisiert: 23.02.2009 - 07:38Hollywood (RPO). Ein indisches Sozialmärchen ist der große Gewinner von Los Angeles. "Slumdog Millionaire" erhielt acht Oscars, unter anderem als bester Film und für die beste Regie. Weitere Auszeichnungen gingen an Kate Winslet, Sean Penn, Penelope Cruz und posthum an Heath Ledger. Ein Deutscher gewann den Preis für den besten Kurzfilm.
Beste Regie: Danny Boyle für Slumdog Millionaire Der Brite räumt mit "Slumdog Millionaire" den Oscar als bester Regisseur ab. Boyle nahm die Trophäe in der Nacht zu Montag bei der Oscar-Gala in Hollywood entgegen. In der Regie-Kategorie setzte sich Boyle gegen Stephen Daldry ("Der Vorleser"), David Fincher ("Benjamin Button"), Ron Howard ("Frost/Nixon") und Gus Van Sant ("Milk") durch.
Bester Film: Slumdog Millionaire Der in Indien angesiedelte Film "Slumdog Millionaire" galt auch als großer Favorit in der Königskategorie des "besten Films" - zum Abschluss des Abends gewann er den wichtigsten Preis des Abends - die Krönung für Danny Boyle und seine Mitstreiter.
Bereits zuvor hatte "Slumdog Millionaire" sieben Oscars eingeheimst, darunter für das beste adaptierte Drehbuch, die beste Kamera, besten Schnitt, den besten Ton, den besten Filmsong und die beste Filmmusik. . Drehbuchautor Simon Beaufoy sagte, es gebe verschiedene Orte, von denen er sich nicht vorstellen könne, jemals dort zu sein: "Der Mond, der Südpol, die Miss-World-Bühne, und hier."
In der Kategorie "bester Film" setze sich der Film durch gegen "Der seltsame Fall des Benjamin Button", "Milk", "Der Vorleser" und "Frost/Nixon". In "Slumdog Millionaire" geht es um einen Jungen aus einem Elendsviertel der indischen Metropole Bombay, der durch eine Quiz-Sendung im Fernsehen zum Star wird.
Worum es in "Slumdog Millionaire", den Kritiker als berauschendes Kinofest feiern, geht, erfahren Sie in aller Kürze hier in unserem Blick auf die Szenenbilder.
Beste Schauspielerin: Kate Winslet Auch in dieser Kategorie gewann die große Favoritin. Kate Winslet erhielt den begehrtesten Filmpreis der Welt für ihre Darstellung einer ehemaligen KZ-Wärterin in der Literaturverfilmung "Der Vorleser", geschrieben vom deutschen Autor Bernhard Schlink. Winslet konnte damit nach fünf Nominierungen ihren ersten Oscar in Empfang nehmen. Die 33-Jährige setzte sich unter anderem gegen ihre Kolleginnen Meryl Streep und Angelina Jolie durch.
Bester Schauspieler: Sean Penn Sean Penn gewann den Oscar als bester Schauspieler für seine Rolle in dem Film "Milk". Darin spielt er einen homosexuellen Politiker. Als Favorit war Mickey Rourke für seine Darstellung in "The Wrestler" gehandelt worden. Penn bedachte Rourke in seiner Dankesrede. Rourke werde wieder auferstehen.
Bester Nebendarsteller: Heath Ledger Hollywood verneigt sich vor Heath Ledger. Der Australier wurde für seine Rolle des Fieslings "Joker" im Batman-Film "Der dunkle Ritter" geehrt. Stellvertretend für Ledger nahmen seine Eltern und seine Schwester den Preis entgegen. Viele Gäste hatten während der Ehrung Tränen in den Augen, unter anderem Sean Penn und Angelina Jolie. Es war erst das zweite Mal, dass der begehrteste Filmpreis posthum an einen Schauspieler verliehen wurde.
Ledger war vor einem Jahr im Alter von nur 28 Jahren gestorben, als Todesursache wurde eine versehentliche Überdosierung von Medikamenten angegeben. Für seine letzte Rolle in "The Dark Knight" war er bereits mit dem Filmpreis "Golden Globe" ausgezeichnet worden.
Bester Kurzfilm "Spielzeugland" Ein Oscar für einen deutschen Kurzfilm! Der Berliner Regisseur Jochen Alexander Freydank nahm den Academy Award gerührt entgegen. In seiner Dankesrede sagte er, er sei als Kind in Ostdeutschland hinter der Mauer groß geworden. Wetsdeutschland sei damals weit entfernt gewesen, Hollywood noch viel, viel weiter. Dass er nun den Oscar in den Händen halten dürfe, sei unglaublich.
Deutschland war beim wichtigsten Filmpreis der Welt auch in der Sparte des besten nicht-englischsprachigen Films mit dem RAF-Drama "Der Baader Meinhof Komplex" vertreten, musste aber einer japanischen Produktion den Vortritt lassen: Der Film "Departures" über einen arbeitslosen Cellisten setzte sich auch gegen den israelischen Favoriten "Waltz with Bashir" durch.
Beste Nebendarstellerin: Penélope Cruz Es war der erste Oscar des Abends und der erste in der Karriere der spanischen Schauspielerin. Die 34-Jährige Penélope Cruz erhielt ihn für ihre Nebenrolle in der Komödie "Vicky Cristina Barcelona". Es ist bereits das fünfte Mal, dass ein(e) Mitwirkende(r) eines Film von Regisseur Woody Allen in der Kategorie beste Nebenrolle ausgezeichnet wurde. Vor Cruz wurde diese Ehre zwei Mal Dianne Wiest und je einmal Michael Caine und Mira Sorvino zuteil.
Den Preis überreichten Cruz fünf frühere Gewinnerinnen des Oscars als beste Nebendarstellerin: Tilda Swinton, Eva Marie Saint, Anjelica Huston, Whoopi Goldberg und Goldie Hawn. "Ist hier irgendjemand ohnmächtig geworden?" fragte Cruz. "Denn ich könnte die erste sein", erklärte sie weiter, um dann Regisseur Allen zu danken. "Danke, dass du mir diese wunderschöne Rolle anvertraut hast. Danke, dass du all diese Jahre einige der tollsten Rollen für Frauen geschrieben hast."
Drei "kleine" Oscars für Benjamin Button Im Vorfeld war die Liebesgeschichte mit Brad Pitt und Cate Blanchett immer wieder als Mitfavorit genannt worden. Am Ende war sie der große Verlierer. Nominiert für insgesamt 13 Preise, konnte "Benjamin Button nur drei Oscars in Nebenkategorien verbuchen: für beste Spezialeffekte, für beste Ausstattung (Szenenbild) und beste Maske.
WALL-E Der Oscar für den besten animierten Spielfilm ging an "WALL-E". Die wichtigste Auszeichnung der Filmwelt wird zum 81. Mal und in 24 Kategorien verliehen.
Hier gelangen Sie zu unserem "Oscar"-Special
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum

