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Und Cosma Shiva Hagen Schneewittchen
Otto spielt sich selbst als Zwerg
Und Cosma Shiva Hagen Schneewittchen: Otto spielt sich selbst als Zwerg
Produzent und Darsteller Otto Waalkes präsentierte seine Zwergen-Crew in den Kölner MMC-Studios. FOTO: RPO
Köln (rpo). Im Herbst 2004 soll der Streifen in die Kinos kommen: Otto Waalkes (55) deckt in seinem neuesten Film Schneewittchens Geheimnisse auf. Weil die Dreharbeiten für "Sieben Zwerge - Männer allein im Wald" Halbzeit haben, ging der Komiker in Köln vor die Presse.

Produzent und Darsteller Otto Waalkes präsentierte seine Zwergen-Crew am Freitagnachmittag in den Kölner MMC-Studios. Otto selbst spielt den welt- und frauen-unerfahrenen Zwerg Bubi. Er erklärte aber nichts über seine Rolle. "Ich spiele mich immer selbst", deutete der 55-jährige Komiker an und ließ sich noch entlocken: "Ich bin begeistert von Schneewittchen." Die wird gespielt von Cosma Shiva Hagen.

Der versprochene Blick in die "schönsten und eindrucksvollsten Kulissen des deutschen Films" blieb den Journalisten verwehrt. "Wir müssen Rücksicht auf die Kreativen nehmen", meinte ein Verantwortlicher.

Dafür posierten neben Otto die anderen sechs Zwerge - alle in Zivil - für die Kameras: Mirko Nontschew (früher "RTL Samstag-Nacht"), Martin ("Maddien") Schneider ("Quatsch-Comedy-Club"), Markus Majowski (künftiger "Tatort"-Kommissar in Frankfurt), Boris Aljinovic ("Tatort"-Kommissar in Berlin), Ralf Schmitz ("Die dreisten 3") und Oberzwerg Heinz Hoenig. Doch auch er, sichtlich erkältet, verriet nichts: "Ich rede nie über Filme, die noch nicht fertig sind. Aber da gibt's tolle Sachen drin!"

Per Video ließen unter anderen grüßen: Cosima Shiva Hagen, Nina Hagen als böse Königin, Helge Schneider als Weißer Helge, Rotkäppchen Mavie Hörbiger und Hofnarr Atze Schröder.

Sehr frei nach den Gebrüdern Grimm

Ein bisschen von der Handlung sickerte dann aber doch gezielt durch: Sieben Zwerge, von der Welt enttäuscht, haben sich hinter die sieben Berge zurückgezogen. Sie sind Zwerge aus Überzeugung und ziehen ihre Bärte nur an, wenn sie den Märchenwald verlassen müssen. Die frauenfreie Idylle wird gestört, als Schneewittchen, von der Königin verjagt, auftaucht. Sie wird von einem Helfer der Königin entführt, die Zwerge machen sich auf den Weg, sie zu befreien.

Ob das nicht ein bisschen sehr frei nach den Gebrüdern Grimm ist? "Wir haben nur die letzten Wahrheiten gelüftet, die im Märchen noch verborgen sind", sagte Drehbuchautor Bernd Eilert, Mitglied der Frankfurter Satire-Schule. Und böse ist das alles nicht, "denn wir drehen einen Familienfilm ab zwei Jahren", erklärte Otto Waalkes.

Regisseur Sven Unterwaldt ("Der Schuh des Manitu") hat sich die Zusammenarbeit mit den sieben eigenwilligen Charakteren übrigens viel schlimmer vorgestellt. "Aber ich musste nur jedem klar machen, dass er einen Charakter einer Gesamtfigur spielt, und alles war ganz einfach." Konkurrenzkampf habe es unter den Komikern und Comedians nicht gegeben. Der Film wird mit 1,5 Millionen Euro von der Filmstiftung Nordrhein-Westfalen gefördert. Außerdem ist ein Anlegerfonds beteiligt.

Im Herbst 2004 soll der Film in die Kinos kommen.

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