In restaurierter Fassung: "Panzerkreuzer Potemkin" bei der Berlinale
zuletzt aktualisiert: 29.12.2004 - 15:50Berlin (rpo). 80 Jahre nach der russischen Uraufführung erhält der Filmklassiker "Panzerkreuzer Potemkin" neuen Glanz. Eine rekonstruierte Fassung des Films von Sergej Eisensteins wird auf der Berlinale (10. bis 20. Februar) zu sehen sein. Im Rahmen der Berlinale-Retrospektive werden die Sonderaufführungen von einem Orchester begleitet, teilten die Internationalen Filmfestspiele Berlin mit.
Die Rekonstruktion der russischen Premierenfassung schließe erstmals die Wiedereinfügung von russischen Zwischentiteln in ihrer "originalen grafischen Gestalt" sowie eines dem Film vorangestellten Mottos von Leo Trotzki ein. Korrigiert wurden unter anderem auch die durch die Bearbeitungen und Zensur verursachten Umstellungen und Schnitte der berühmten Treppensequenz.
Für die rekonstruierte Fassung des Films wurde die Musik von Edmund Meisel, die er für die deutsche Premierenfassung von 1926 komponiert hatte, neu bearbeitet. Bei den Aufführungen am 12. und 13. Februar in der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz spielt das Deutsche Filmorchester Babelsberg.
Der Revolutionsfilm im Gedenken an die Meuterei von 1905 auf einem zaristischen Kriegsschiff (UdSSR 1925) revolutionierte aufgrund seiner bahnbrechenden Montagetechnik die Filmkunst. Zum 20. Jahrestag der russischen Revolution von 1905 in nur drei Monaten gedreht, katapultierte "Panzerkreuzer Potemkin" den 27-jährigen Eisenstein in die Riege der weltbesten Regisseure. Eine vollständige Kopie der russischen Premierenfassung des Films ist nicht erhalten.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum






