Tom Cruise im Kreuzfeuer: Produktionsfirma verteidigt Stauffenberg-Film
zuletzt aktualisiert: 26.06.2007 - 13:12Los Angeles (RPO). Die Produktionsfirma United Artists verteidigt den geplanten Film über den Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg gegen Kritik an Hauptdarsteller Tom Cruise.
Cruises persönliche Überzeugungen hätten "absolut keinen Bezug zu Handlung, Themen oder Inhalt des Films", teilte Firmenchefin Paula Wagner am Dienstag in Los Angeles mit. Auch wenn "Valkyrie" überall auf der Welt gedreht werden könne, "glauben wir, dass nur Deutschland als Drehort der Story wirklich gerecht wird", betonte sie.
In der vergangenen Woche war scharfe Kritik an "Valkyrie" laut geworden. Die Sektenexpertin der Unions-Bundestagsfraktion, Antje Blumenthal, sagte, Verteidigungsminister Franz Josef Jung (beide CDU) habe ihr zugesichert, Cruise solle keine Drehgenehmigung für den Berliner Bendlerblock erhalten.
Der Sohn des Widerstandskämpfers, Berthold Schenk Graf von Stauffenberg, sagte, es sei ihm "unsympathisch", dass ein Scientologe seinen Vater spielen solle. Ähnlich äußerte sich der Bundestagsabgeordnete Klaus-Uwe Benneter (SPD).
Die Cruise-Firma United Artists teilte am Dienstag weiter mit, "Valkyrie" sei "ein historisch korrekter Thriller", der Oberst Claus Schenk von Stauffenberg "als die heroische und prinzipiengetreue Figur darstellt, die er war". Die Welt werde durch den Film nachhaltig daran erinnert, dass es selbst in den Rängen des deutschen Militärs starken Widerstand gegen das Naziregime gab. Regisseur Bryan Singer halte Cruise für "perfekt für diese Rolle".
Cruise will in dem Film "Valkyrie" Stauffenberg spielen, dessen Anschlag auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 scheiterte. Im Bendlerblock, dem heutigen Sitz des Verteidigungsministeriums, hatte Stauffenberg das Attentat auf Hitler geplant. In der Nacht zum 21. Juli wurden er und die anderen Schlüsselfiguren des Umsturzversuchs dort hingerichtet.
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