Mitbegründer der Nouvelle Vague: Regisseur Eric Rohmer ist tot
zuletzt aktualisiert: 11.01.2010 - 19:02Paris (RPO). Der französische Regisseur Eric Rohmer ist tot. Er starb am Montag im Alter von 89 Jahren in Paris. Das teilte seine Produzentin Margaret Menegoz mit. Der Filmemacher gilt als Mitbegründer Nouvelle Vague, die das Kino maßgeblich beeinflusst hat.
Zu Rohmers bekanntesten Filmen gehören "Meine Nacht bei Maud" (1969) und "Claires Knie" (1970).
International bekannt wurde Rohmer durch seinen ersten, sechsteiligen Film-Zyklus "Contes moraux" aus den Jahren 1962 bis 1972. Viel Beachtung fand auch sein erster nichtfranzösischer Film, "Die Marquise von O.", der in Cannes 1976 mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet wurde und dem Filmemacher damit die erste große, aber späte Anerkennung einbrachte. In den 80er Jahren feierte Rohmer Erfolge mit "Pauline am Strand" (1982) und "Das grüne Leuchten" (1986).
1990 eröffnete der Regisseur mit "Frühlingserzählung" (Conte de Printemps) einen weiteren Filmzyklus. Es folgten Wintermärchen (1992), "Sommer" (1996) und "Herbstgeschichte" (1998). 2001 wurde er auf dem Filmfestival in Venedig mit dem Goldenen Löwen für sein Lebenswerk geehrt. Seinen letzten Film, "Les amours d'Astrée et de Céladon", stellte Rohmer 2007 fertig.
Zusammen mit François Truffaut, Jean-Luc Godard, Claude Chabrol und Jacques Rivette gehörte Rohmer zur sogenannten Nouvelle vague, einem Kreis junger Film-Enthusiasten, die gegen den in Konventionen erstarrten französischen Film polemisierten und stattdessen den "Film der Autoren" proklamierten. Rohmer machte sich auch als Essayist, Filmkritiker und -theoretiker einen Namen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum






