Riemann in Venedig ausgezeichnet: "Rosenstraße": Viel Beifall bei Deutschlandpremiere
zuletzt aktualisiert: 17.09.2003 - 11:05München (rpo). Katja Riemann kassierte für ihre Rolle in "Rosenstraße" bereits einen Löwen, und auch bei der Deutschlandpremiere blieb der Film von Margarete von Trotta auf Erfolgskurs. Das Publikum spendete am Dienstagabend in München der Filmemacherin, dem Kameramann Franz Rath und den Hauptdarstellerinnen Katja Riemann und Maria Schrader viel Applaus.
Der Film erinnert an die mutigen und am Ende erfolgreichen Proteste einer Gruppe von Frauen 1943 in Berlin gegen die drohende Deportation ihrer jüdischen Männer durch das Nazi-Regime.
Regisseurin Trotta dankte mit bewegter Stimme Schauspielern, Filmteam und Publikum für die Unterstützung. Sie verwies auch auf die aktuelle Gefahr durch Neonazis, wie der vereitelte Sprengstoffanschlag auf das Neubaugelände des jüdischen Gemeindezentrums in München gezeigt habe.
Den Glamour der Filmfestspiele von Venedig brachte Riemann (39) in die bayerische Metropole mit. Strahlend ließ sie auf dem roten Teppich vor dem Premierenkino das Blitzlichtgewitter der Fotografen über sich ergehen. Als "Lena", die in der "Rosenstraße" um ihren Mann kämpft, hatte sie den Preis als beste Schauspielerin gewonnen.
Margarete von Trotta (61), die über zehn Jahre für die Realisierung ihres Filmprojektes "Rosenstraße" gekämpft hat, konnte in Venedig schon einmal einen Erfolg verbuchen. Ihr Werk "Die bleierne Zeit" war dort 1981 mit dem Goldenen Löwen für den besten Film ausgezeichnet worden.
"Rosenstraße" ist in der Vorauswahl für den diesjährigen Europäischen Filmpreis und kommt am Donnerstag (18. September) in die deutschen Kinos.
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