Filmfestspiele in Venedig: Scarlett Johansson und Josh Hartnett:
Verliebt am Lido
VON DÖRTE LANGWALD - zuletzt aktualisiert: 30.08.2006 - 16:45
Venedig (rpo). Zur Eröffnung der Filmfestspiele in Venedig präsentierten sich Josh Hartnett und Scarlett Johansson als neues Hollywood-Traumpaar. Gemeinsam mit Regisseur Brian De Palma sowie ihren Co-Stars Mia Kirshner (“The L Word”) und Aaron Eckhart (“Thank You For Smoking”) stellten sie ihren Film “The Black Dahlia” vor. In Venedig warfen sich Johansson und Hartnett immer wieder heisse Blicke zu – und zeigten damit aller Welt: Ja, wir sind ein Paar!
Pech für alle männlichen Fans: Leinwand-Beauty Scarlett Johansson ist in festen Händen. Wie fest, das zeigte die 22-jährige Aktrice heute beim Filmfest in Venedig. Während sich Johansson pflichtbewusst den Fragen der internationalen Presse stellte, suchte sie immer wieder Blickkontakt mit ihrem Filmpartner und Lebensgefährten Josh Hartnett. Verstohlen grinsten sich die beiden zu, strahlten wie die Honigkuchenpferde - und wirkten so richtig schön verknallt!
Wirklich geäußert zu ihrer mittlerweile eineinhalbjaehrigen Beziehung nahmen die beiden jedoch nicht. Während Johansson noch vor zwei Jahren, als sie ebenfalls in Venedig ihren Film “A Love Song for Bobby Long” vorstellte, fröhlich drauflosplauderte und jede Frage erfrischend offen beantwortete, ist sie inzwischen sichtlich vorsichtiger geworden. Als ein Journalist ihr Sexappeal lobte und sogar befand, dass ihre herrlichen Kurven geradezu von der Filmhandlung ablenken würden, antwortete Johansson ausweichend: “Ich freue mich zwar über jedes Kompliment - wie das wohl jede junge Frau tun würde. Aber ich versuche eigentlich, mir keine Gedanken darüber zu machen, ob ich sexy bin – schon gar nicht, wenn ich einen Film drehe”.
Ihre Filmfigur in “The Black Dahlia” bezeichnete Johansson als “eine Art Glamour-Hausfrau mit dunkler Vergangenheit”. Der von Regiemeister Brian De Palma sehr stimmungsvoll inszenierte Thriller basiert auf einem Roman von James Ellroy (“L.A. Confidential”). Vorlage für Film wie Buch war der reale Mord an dem aufstrebenden Starlet Elizabeth Short (dargestellt von Mia Kirshner), deren verstümmelter Körper 1947 in Los Angeles gefunden wurde. Ein Fall, der damals grosses Aufsehen erregte – und bis heute ungeklärt blieb. Während Josh Hartnett und Aaron Eckhart zwei Polizisten spielen, die den Mordfall untersuchen, zeigt sich Scarlett Johansson in der Rolle als Eckharts Geliebte von ihrer mondänen Seite.
Der Film zeigt das Amerika der 40er Jahre als düstere, korrupte Welt, in der die Menschen sich nur zu gern auf Mordgemetzel und schaurige Skandale stürzen. Ein Szenario, das für Scarlett Johansson durchaus Parallelen zur Gegenwart birgt: “In Zeiten der Depression sind die Leute dankbar für jede Ablenkung, damit sie nicht zu sehr in ihrer eigenen Misere versinken. Das ist momentan auch der Fall. Obwohl Krieg herrscht, interessieren sich die Menschen viel mehr für irgendwelche bizarren Berichte in der Klatschpresse, als für das, was wirklich in ihrem eigenen Land passiert."
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