Vorgeschichte der "Herr der Ringe"-Trilogie: Schauspielgewerkschaften boykottieren "The Hobbit"
zuletzt aktualisiert: 26.09.2010 - 11:12Los Angeles (RPO). Nach finanziellen Problemen wird die Verfilmung des Romans "Der kleine Hobbit" nun von einem Schauspieler-Boykott bedroht. Die US-Schauspielergewerkschaften SAG und AFTRA sowie weitere internationale Verbände riefen ihre Mitglieder auf, nicht in Peter Jacksons Vorgeschichte zu seiner "Der Herr der Ringe"-Trilogie aufzutreten.
Die SAG teilte mit, die Produzenten des Zweiteilers hätten Verhandlungen mit den Gewerkschaften über Bezahlung und Arbeitsbedingungen der Darsteller abgelehnt. "The Hobbit" wird in Jacksons Heimat Neuseeland gedreht, wo keine Verträge zwischen den Schauspieler-Vertretungen und Filmproduzenten bestehen.
Laut einem Bericht des Branchenblatts "The Hollywood Reporter" kommt die Aufforderung von SAG und AFTRA quasi einem Arbeitsverbot für ihre Mitglieder gleich.
Die Verfilmung des Romans von J.R.R. Tolkien war zunächst durch die massiven Finanzprobleme des Studios MGM in Verzug geraten. Regisseur Guillermo del Toro ("Pans Labyrinth") hatte deshalb im Mai nach zwei Jahren Arbeit an dem Projekt seinen Rückzug erklärt. Er wird Spekulationen zufolge vermutlich von dem zunächst nur als Produzent vorgesehenen Peter Jackson ersetzt.
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