| 19.21 Uhr

"Star Wars Rogue One"
Macher spannen Fans auf die Folter

1. Teaser: "Rogue One: A Star Wars Story" (OV)
London. In London kommt derzeit die Star-Wars-Fangemeinde zusammen, um die Kino-Saga zu feiern. Mit Infos zum nächsten Film "Rogue One" hielten sich am Freitag die Disney-Verantwortlichen, der Regisseur und die Hauptdarsteller aber etwas zurück. Von Ludwig Jovanovic

Tausende waren in die Londoner Messehalle bei den "Star Wars Celebration Days" geströmt, noch mehr hatten sich Online in den Livestream geschaltet – in der Hoffnung, mehr über den nächsten Film "Rogue One" zu erfahren. Und ein wenig hat der Regisseur Gareth Edwards (Godzilla) mit den Hauptdarstellern und der Disney-Verantwortlichen Kathleen Kennedy verraten.

Nur wer einen Trailer erwartet hatte, wurde zumindest Online enttäuscht. Dafür gab es ein paar Szenen, die in einem knapp dreiminütigen Behind-the-Scenes-Video eingebettet waren. Zumindest die Ausschnitte sprechen dafür, dass der Film in eine etwas andere Richtung gehen wird, als man es vom "Krieg der Sterne" gewohnt ist: "Rogue One" scheint etwas von einem der Kriegsfilme zu haben, die in den 1950er und 1960er Jahren gedreht worden sind. So wie "Agenten sterben einsam" mit Richard Burton und Clint Eastwood (1968) oder die "Kanonen von Navarone" (1961) – einen Kult-Film, den Regisseur Gareth Edwards explizit als Inspiration am Freitag genannt hat.

Die gezeigten Szenen machen einen düsteren Eindruck

Er wollte die Freiheit nutzen, einen Film im Krieg-der-Sterne-Universums zu drehen, der nicht Teil des großen Storybogen um die Skywalker-Familie ist – um eine andere Richtung einzuschlagen. "Rogue One" wirkt in den wenigen Ausschnitten tatsächlich schmutziger, und die Charaktere wirken kompromissloser als in den anderen Filmen aus dem großen Star-Wars-Zyklus. Schließlich geht es um eine eher schnell zusammen gewürfelte Truppe von Individualisten, die als Agenten der Rebellen-Alianz die Pläne des Todessterns, der imperialen Superwaffe aus dem ersten Film von 1977, stehlen sollen.

Die Gruppe wird angeführt von Jyn Erso (Felicity Jones) und Captain Cassian Andor (Diego Luna). Und Offensichtlich gelingt es ihnen auch, die Pläne zu stehlen. Nur sind sie danach ständig auf der Flucht vor dem Imperium – und landen unter anderem auf der paradiesischen Welt Scarif. Gedreht wurde das auf den Malediven, und diese malerische Kulisse dient nun auch als Vorlage für das neue Filmposter, das gestern präsentiert wurde.

Viele Fragen, wenige Antworten

Welche Rolle Mads Mikkelsen (Casino Royal) als Jyns Vater Galen darin genau spielt? "Er hat etwas Wunderschönes erfunden", sagt Mikkelsen – ohne ins Detail zu gehen. Was man indes rausgehört hat: Donnie Yen (IP Man) spielt den blinden und spirituellen Kämpfer Chirrut Imwe. Und er gehört einer Bewegung oder auch Kirche an, die den Lehren der vom Imperium ausgelöschten Jedi-Ritter folgt und die Erinnerung an die Hüter des Friedens bewahrt.

Ebenfalls neu ist: Der Droide K-2SO, der von Alan Tudyk (Firefly) gesprochen wird, scheint überaus eigensinnig zu sein – nachdem er vom Imperium gestohlen und von den Rebellen neu programmiert worden ist. Vermutlich dient er in dem eher düsteren und möglicherweise auch tragischen Film dem Comic Relief, um mit Humor "Rogue One" etwas von seiner Schwere zu nehmen. Schließlich wird auch Darth Vader, die finstere Ikone des Imperiums, eine Rolle in dem Film spielen. Neben dem neuen, überaus charismatischen Bösewicht Director Orson Krennic gespielt von Ben Mendelsohn.

Was man nun aber genau von "Rogue One" halten soll, wird vielleicht der Trailer verraten, der indes gestern Abend nicht gezeigt worden ist. Aber es gibt noch Hoffnung: Der US-Sender ABC wird in den Morgenstunden unserer Zeit ein Star-Wars-Special zeigen – und hat dafür einen Rogue-One-Trailer angekündigt.

 

Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Star Wars Rogue One: Macher spannen Fans auf die Folter


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.