Glanzvolle Gala: Stars bei Eröffnung der Berlinale
zuletzt aktualisiert: 08.02.2007 - 22:02Berlin (RPO). Der Startschuss für die 57. Interationalen Filmfestspiele in Berlin ist gefallen. Kulturstaatsminister Bernd Neumann, Berlinale-Direktor Dieter Kosslick und Jury-Präsident Paul Schrader haben die Gala in der deutschen Hauptstadt am Donnerstagabend offiziell eröffnet.
Im Anschluss sahen die rund 2000 Gäste im Berlinale-Palast eine leidenschaftliche Hommage an die legendäre Sängerin Edith Piaf - der französische Film «La vie en rose» sorgte gleich für gute Laune. Bis 17. Februar konkurrieren 22 Filme um den Goldenen und die Silbernen Bären, darunter zwei deutsche.
Zur Gala am Marlene-Dietrich-Platz trafen sich internationale und nationale Filmprominenz. Vor mehreren hundert jubelnden Fans schritten bei nasskaltem Wetter unter anderem Stars wie Jeff Goldblum, Mario Adorf und Paul Schrader über den roten Teppich. Auch Arthur Penn kam, der in diesem Jahr den Goldenen Ehrenbären für sein Lebenswerk erhält. Trotz frostiger Temperaturen präsentierten sich Veronica Ferres, Marie Bäumer, Franka Potente und Nadja Uhl in luftigen und zum Teil ärmellosen Kleidern. Gekommen war auch politische Prominenz, unter anderem Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit, die Minister Peer Steinbrück und Brigitte Zypries sowie Kanzleramtschef Thomas de Maizière. Für Stimmung sorgte der Sänger Jan Delay. Charlotte Roche moderierte die Gala.
In «La vie en rose» erzählt Regisseur Olivier Dahan von Piafs ausschweifenden Höhenflügen und Abstürzen, von ihrer Kindheit bis zu ihrem Tod als 47-Jährige im Jahr 1963. Die magische Stimme des «Spatzen von Paris» und ihre Ausstrahlung machten Chansons wie «La vie en rose», «Non, je ne regrette rien» oder «Mylord» zu Welthits. Die 31-jährige Hauptdarstellerin Marion Cotillard spielt die Hauptrolle sehr authentisch und einfühlsam und wurde dafür vom Publikum gefeiert. Sie gilt damit als heiße Anwärterin auf einen Preis der Filmfestspiele, die neben denen in Cannes und Venedig zu den bedeutendsten weltweit zählen.
Cotillard sagte, es sei ihr nach den intensiven Dreharbeiten schwer gefallen, wieder in ihr eigenes Leben zurückzufinden. Besonders schwer sei es gewesen, sich den Entenwatschelgang der Piaf wieder abzugewöhnen. Regisseur Olivier Dahan sagte, es sei ihm nicht darum gegangen, eine Biografie zu drehen. Vielmehr habe er ein Porträt erstellt, in dem das vorkomme, was ihm persönlich interessant erscheine. «Ich wollte einen sehr persönlichen Film machen und auch die Leute zeigen, die sonst im Schatten waren.»
Der Eröffnungsfilm ist auch im Rennen um den Goldenen und die Silbernen Bären. Deutschland ist in diesem Jahr im Wettbewerb mit nur zwei Filmen vertreten: Dem Ehedrama «Yella» von Christian Petzold und «Die Fälscher» von Stefan Ruzowitzky. Im letzten Jahr waren noch vier Filme im Wettbewerb vertreten. Insgesamt sind rund 400 Filme zu sehen.
Neumann stolz auf deutsche Schauspieler
Kulturstaatsminister Neumann (CDU) sagte bei der Eröffnungs-Gala, er sei stolz, dass zehn deutsche Schauspieler in internationalen Produktionen auf der Berlinale vertreten seien. Über die Preisträger entscheidet eine siebenköpfige Jury unter Vorsitz des amerikanischen Drehbuchautors Paul Schrader.
Am (morgigen) Freitag wird Hollywoodstar Cate Blanchett erwartet. Sie stellt den romantischen Thriller «The Good German» vor. In den folgenden Tagen sollen Stars wie Robert de Niro, Clint Eastwood, Jennifer Lopez und Antonio Banderas für Glanz sorgen. Das Festival endet am 18. Februar mit einem Publikumstag.
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