60. Geburtstag: Steve Martin - der Gagologe von Hollywood
zuletzt aktualisiert: 14.08.2005 - 06:35Frankfurt/Main (rpo). Steva Martin gehört zu jenen amerikanischen Komikern, die nicht nur mit ihren Landsmännern den Humor teilen, sondern weltweit das Publikum zum Lachen bringt. Das ist ihm nicht nur in seinem wohl besten Film "Tote tragen keine Karos" aus dem Jahr 1982 gelungen. Am Sonntag wird der Hollywoodstar 60 Jahre alt.
Der 1945 in Texas geborene, in Kaliforniern aufgewachsene Amerikaner hat seine Karriere als Autor für Comedy-Fernsehserien begonnen. Doch Martin wollte seine bald sehr begehrten Texte, die ihm den Ruf eines "Gagologen" einbrachten, nicht nur immer von anderen vorgetragen sehen und wagte den eigenen Auftritt. Mit riesigem Erfolg, denn das Publikum strömte zu seinen Vorstellungen, bald war er auch auf dem Bildschirm ein ständiger Gast und Star der legendären Comedy-Show "Saturday Night". Gleich sein erster Spielfilm, der in Deutschland unter dem Titel "Reichtum ist keine Schande" lief, war 1979 ein Kassenhit.
Große internationale Anerkennung brachte Martin dann die köstliche Humphrey-Bogart-Parodie "Tote tragen keine Karos", für viele noch immer ein Kultfilm. In den 80er und 90er Jahren kam fast jedes Jahr ein neuer Film mit und oft auch von Martin heraus. Denn das Schreiben hat der Komikerstar nie verlernt, wovon seine Drehbücher ebenso zeugen wie einige Romane. Auch deshalb gilt Martin als der "Intellektuelle" unter seinen Kollegen: "Ich habe ein gewisses Empfinden für Würde, und wenn ich glaube, dass etwas allzu lächerlich wirken wird, mache ich es nicht. Ich will nicht lächerlich aussehen."
Der Mann, von dem einst behauptet wurde, er "sei das Schlimmste, was dem amerikanischen Humor je widerfahren sei", hat in seinen Filmrollen fast immer die Balance auf dem schmalen Grat zwischen Niveau und Klamauk gehalten. Privat ist der leidenschaftliche Kunstsammler und Banjo-Spieler ein zurückhaltender Mensch, von dem außer einer recht kurzen späten Ehe wenig bekannt ist, zum Beispiel dass er mit den Schauspielerinnen Anne Heche und Helena Bonham Carter ging.
Neben etlichen Preisen und Auszeichnungen wurde ihm 2003 die besondere Ehre zuteil, die Oscar-Verleihung zu moderieren. Steve Martin tat das gewohnt gut und auch gerne: "Hollywood war immer gut zu mir."
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