Kein deutscher Beitrag: "The Da Vinci Code" eröffnet Festival in Cannes
zuletzt aktualisiert: 21.04.2006 - 09:07Paris (rpo). Mit einem Thriller startet am 17. Mai das 59. Filmfestival von Cannes. "The Da Vinci Code", der von Regisseur Ron Howard verfilmte Dan-Brown-Bestseller, glänzt mit Tom Hanks in der Hauptrolle. Er läuft allerdings nicht im Wettbewerb. 19 Filme konkurrieren um die Goldene Palme, die am 28. Mai von der Jury unter Vorsitz des Hongkonger Regisseurs Wong Kar Wai verliehen wird.
Ein deutscher Film ist auf dem größten Filmfestival der Welt abermals nicht vertreten. Für Regisseur Volker Schlöndorff macht die Tatsache deutlich, "dass Berlin und Cannes sich immer noch im Kalten Krieg befinden". Schlöndorff erhielt 1979 für "Die Blechtrommel" als erster deutscher Regisseur die Goldene Palme. In einem Interview mit dem "Tagesspiegel" sagte er, Cannes bleibe das Eingangstor für ausländische Filme in die französischen Kinos. "Wenn die Auswahl für Cannes schon so diskriminierend ist, kommt der deutsche Film auch in Paris oder im Fernsehen nicht vor."
Immerhin sind in Cannes deutsche Produzenten beteiligt, und zwar an den Wettbewerbsfilmen "Lights In The Dusk" des Finnen Aki Kaurismäki und "The Wind That Shakes The Barley" des Briten Ken Loach, wie die Vermarktungsorganisation German Films am Donnerstag mitteilte.
Bei den drei französischen Wettbewerbsfilmen handelt es sich um "Selon Charlie" von Regisseurin Nicole Garcia, "Quand j'étais chanteur" von Xavier Giannoli und "Flandres" von Bruno Dumont. Der Spanier Pedro Almodovar ist mit "Volver" (mit Penelope Cruz) vertreten. Die Amerikanerin Sofia Coppola geht mit "Marie-Antoinette" (mit Kirsten Dunst) ins Rennen. Der italienische Regisseur Nanni Moretti nimmt mit "Le Caïman" teil, und der Mexikaner Alejandro Gonzalez Inarritu mit "Babel" (in den Hauptrollen Brad Pitt und Cate Blanchett).
Außerhalb des Wettbewerbs wird in Cannes "X-Men 3" mit Hugh Jackman, Ian McKellen und Halle Berry zu sehen sein. Im Festivalprogramm "Un Certain Regard" sind zwei Regisseure aus Deutschland dabei: Oliver Schmitz mit "Place des fetes" und Tom Tykwer mit "True". Außerdem wurden drei Beiträge von deutschen Hochschulen eingeladen: "Firn" von Axel Koenzen (DFFB), "Jaba" von Andreas Bolm (HFF München/weltfilm gmbh) und "Mr. Schwarz, Mr. Hazen & Mr. Horlocker" von Stefan Müller (Fachhochschule Wiesbaden). Schauspieler Daniel Brühl ist Jury-Mitglied der Festivalsparte "Cinéfondation".
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