Zur Förderung des Schauspieler-Nachwuchses: Til Schweiger: Neuer Filmpreis als Protest
zuletzt aktualisiert: 29.01.2008 - 15:21Hamburg (RPO). Til Schweiger ist sauer: Weil sein Film "Keinohrhasen" bei der Vorauswahl des Filmpreises "Lola" nicht berücksichtigt wurde, ist er aus der Deutschen Filmakademie ausgetreten. Jetzt will er seinen eigenen Filmpreis ins Leben rufen.
"Über unseren Preis werden die Zuschauer abstimmen", sagte der 44-Jährige der Illustrierten "Gala". Dotiert sei die Auszeichnung nur für Nachwuchsschauspieler. Auch der beste ausländische Film solle prämiert werden. Die Preisverleihung will Schweiger mit vielen prominenten Gästen feiern: "Es soll eine rauschende Gala werden. Das ist unser Traum, und wir werden alles daran setzen, dass es klappt."
Dotiert sei die Auszeichnung lediglich in einer Kategorie: "Nachwuchsschauspieler sollen einen Geldpreis erhalten, aber nur die." Auch der jeweils beste ausländische Film solle prämiiert werden, ähnlich wie beim Oscar. Die Verleihung der Trophäen will Schweiger mit vielen illustren Gästen feiern: "Es soll eine rauschende Gala werden. Das ist unser Traum, und wir werden alles daran setzen, dass es klappt."
Als "Frontmann einer Anti-Akademie-Bewegung" sehe er sich trotzdem nicht, so Schweiger. "Ich will ja keinen Krieg gegen die Akademie führen. Da sitzen auch Freunde von mir drin." Ausdrücklich nannte er Akademie-Präsidentin Senta Berger, die er "sehr" schätze.
Schweiger war jüngst aus der Deutschen Filmakademie ausgetreten, weil seine Komödie "Keinohrhasen" bei der Vorauswahl für den Deutschen Filmpreis nicht berücksichtigt worden war. In dem Streit zwischen Schweiger und der Akademie geht es unter anderem um Einreichungsfristen. Schweiger sagte der "Gala", er wolle aber "keinen Krieg gegen die Akademie führen. Da sitzen auch Freunde von mir drin".
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