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Toronto Film Festival 2016
Weltpremieren in Toronto könnten Fingerzeig auf Oscars geben

Toronto Film Festival 2016: Premieren als Fingerzeig auf Oscars
Zur Eröffnung der Filmfestspiele von Toronto wird eine Neuauflage des Western-Klassikers "Die Glorreichen Sieben" aus den 1960er-Jahren gezeigt. FOTO: dpa, sup
Toronto. Am Donnerstag beginnt in Kanada das 41. Toronto International Filmfestival. Das Event gilt auch als Karrieresprungbrett für die Oscars. Viele Filme, die in Toronto Erfolg haben, bekommen später einen Academy Award. Eröffnet wird das Festival mit einer Neuauflage von "Die Glorreichen Sieben".

Während die Scheinwerfer der Filmfestspiele von Venedig noch hell strahlen, zieht in Nordamerika bereits das nächste Spektakel im jährlichen Festivalreigen das Spotlight auf sich. Das Toronto International Filmfestival (TIFF) beginnt an diesem Donnerstag. Zum 41. Mal werden in der Millionenmetropole die roten Teppiche ausgerollt. Zehn Tage lang dreht sich dann mit 397 Filmen aus 83 Ländern alles um Filme, Stars und Regisseure aus der ganzen Welt.

Remake von "Die Glorreichen Sieben" zur Eröffnung

Das Staraufgebot ist schon für den Eröffnungsfilm am Abend (Ortszeit) groß: Antoine Fuquas "The Magnificent Seven" bringt unter anderem Denzel Washington, Chris Pratt, Ethan Hawke und Peter Sarsgaard an den Lake Ontario. Die Weltpremiere ist ein Remake des Western-Klassikers "Die Glorreichen Sieben" aus den 1960er Jahren.

"Ich kann mir kein besseres Publikum für die Weltpremiere wünschen. Toronto liebt Outlaws und ungewöhnliche Helden", erklärte Fuqua vorab in einer Video-Pressekonferenz. Der US-Regisseur muss es wissen, auch seine Streifen "Training Day" (2001) und "The Equalizer" (2014) starteten beim TIFF. 

Mit ungewöhnlichen Helden geht es am Freitag weiter, dann steht die Weltpremiere von "Snowden" auf dem Programm. Das mit Spannung erwartete Drama von Regisseur Oliver Stone ist eine deutsch-amerikanische Koproduktion. Joseph Gordon-Levitt spielt den Whistleblower Edward Snowden, der derzeit in Russland im Asyl lebt, weil die USA ihn als Spion mit Haftbefehl verfolgen.

36 deutsche Filme und Koproduktionen

Die deutsche Filmindustrie ist in diesem Jahr mit 36 Filmen und Koproduktionen vertreten, darunter Features, Dokus und Kurzfilme. Im Vorjahr waren es 34 deutsche Filme gewesen, 2014 nur 31. Weltpremiere feiern unter anderem "Marie Curie" über die polnische Nobelpreisträgerin von Regisseurin Marie Noëlle mit Karolina Gruszka in der Hauptrolle sowie die Dokumentationen "Karl Marx City" (Regie: Petra Epperlein) und "Gaza Surf Club" (Philip Gnadt).

Neben Veronica Ferres, die zur Nordamerikapremiere des Werner-Herzog-Streifens "Salt And Fire" anreist, haben sich aus Deutschland Filmemacher wie Michael Koch, Maren Ade und Jan Koester angekündigt. Sie werden in Toronto auf eine breite Riege an Hollywood-Stars treffen. Zugesagt haben unter anderem Lupita Nyong'o, Amy Adams, Jake Gyllenhaal, Mark Wahlberg, Gerard Butler und Ewan McGregor. 

Publikum kührt den Gewinnerfilm

Das 41. Toronto International Filmfestival geht am 18. September mit der Weltpremiere des Dramas "The Edge of Seventeen" mit Hailee Steinfeld in der Hauptrolle zu Ende. Anders als bei den Filmfestspielen in Venedig oder Cannes kürt in Toronto nicht eine Jury den Gewinnerfilm, sondern das Publikum. Im vergangenen Jahr wählten die Zuschauer Lenny Abrahamsons "Room" mit Brie Larson und Jacob Tremblay in den Hauptrollen zum besten TIFF-Film 2015.

Bereits zehn Mal waren Filme, die in Toronto mit dem Publikumspreis ausgezeichnet wurden, später auch Gewinner der Oscars - als "Bester Film des Jahres" oder "Bester fremdsprachiger Film des Jahres".

(hebu/dpa)
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