Die Schauspielerin wird am 2. März 60 Jahre alt: Uschi Glas: Auch alleine vollwertige Person
zuletzt aktualisiert: 26.02.2004 - 09:48München (rpo). Als einen "harmlosen Spaß" hatte Uschi Glas die Bikini-Fotos gesehen, die im vergangenen Jahr in einer Zeitschrift erschienen waren. Von der Aktion mit den freizügigen Bildern waren die Republik und vor allem ihre Fans schockiert. Schließlich ist die Schauspielerin schon im fortgeschrittenen Alter. Am Dienstag wird Uschi Glas 60 Jahre alt.
sieht Im 60er-Jahre-Kultfilm "Zur Sache Schätzchen" sorgte Uschi Glas mit einer weißen Spitzenkorsage für Furore. Dann, 35 Jahre später, schockierte sie die Republik mit Bikini-Fotos. "Es sollte einfach ein harmloser Spaß sein", schreibt die Schauspielerin in ihren Memoiren über die Fotos, die im vergangenen Jahr in der Zeitschrift "Max" erschienen waren. Dass freizügige Bilder von einer Frau im fortgeschrittenen Alter so provokativ seien, habe sie nicht geahnt. Am 2. März wird Uschi Glas 60 Jahre alt.
Dabei haftet der "Sauberfrau" und "Supermutter", wie sie gerne genannt wurde, alles andere als ein anrüchiges Image an. Als Uschi Glas sich 2002 öffentlich über die Untreue ihres langjährigen Ehemanns Bernd Tewaag mokierte, nahm manch einer an ihrer Naivität Anstoß. Wochenlang hielt ihr Ehe-Drama die Boulevardpresse in Atem. Da kam Glas die Aufregung um ihre Bikini-Fotos fast gelegen: "Sie hatten zumindest den Effekt, dass ich in den Medien vom trauernden Image wegkam", sagte sie bei der Präsentation ihrer Autobiografie "Mit einem Lächeln".
Zudem ist eine kleine Provokation ganz nach ihrem Geschmack. "Gegen den Strom-Schwimmen-Wollen ist mein Leben", betont sie. Das gilt auch für ihre Spende an Helmut Kohl im Jahr 2000. Damals sammelte der Ex-Bundeskanzler über sechs Millionen Mark, um den durch die "Schwarzgeld-Affäre" der CDU entstandenen Schaden auszugleichen. "Ich war lange Zeit empört, in welcher Weise mit Helmut Kohl umgesprungen wurde", erklärte sie. Die Medien hätten eine "Hatz auf die Familie" veranstaltet.
Uschi Glas ist in Landau an der Isar aufgewachsen und erlebte eine behütete Kindheit in armen Verhältnissen. In München entdeckte der Filmproduzent Horst Wendtland das schauspielerische Talent der damaligen Sekretärin. 1966 spielte Glas die Hauptrolle in der Karl-May-Verfilmung "Winnetou und das Halbblut Apanatschi".
Zwei Jahre danach folgte der Kassenschlager "Zur Sache Schätzchen", der sie zum Star machte. Später war sie in unzähligen Fernsehfilmen zu sehen, darunter an der Seite von Elmar Wepper in "Polizeiinspektion 1" und "Zwei Münchner in Hamburg". Auch heute ist die Schauspielerin noch gefragt: Sie spielt in dem Heimatfilm "Zwei am großen See" neben Ruth Drexel die Hauptrolle.
Nach ihrer Scheidung zeigt sich die dreifache Mutter mit neuem Lebensmut: "Ich bin neugierig, was da noch alles so kommt", schreibt sie in ihren Memoiren. Das gilt auch für einen neuen Partner. Aber es sei "albern, dass jeder Mann, der neben mir steht, sofort zum Kandidaten gekürt wird", sagte sie bei der Buch-Präsentation. "Ich fühle mich auch allein als selbstständige und vollwertige Person."
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum






