Der Schauspieler starb am 28. März 2004: Ustinovs Glanzrollen: Bereits zu Lebzeiten eine Legende
zuletzt aktualisiert: 29.03.2004 - 14:38Berlin (rpo). Seine letzte Kinorolle hatte er im vergangenen Jahr als sächsischer Kurfürst Friedrich der Weise in Eric Tills Epos "Luther". Über Sir Peter Ustinovs größte Rolle gehen die Meinungen auseinander - weil er so viele auf unvergleichliche Weise verkörperte und dadurch schon zu Lebzeiten unsterblich geworden war.
Als spitzbübischer und ebenso scharfsinnig wie ironischer belgischer Detektiv Hercule Poirot gewann er in mehreren Agatha-Christie-Verfilmungen Millionen Fans. Einen seiner spektakulärsten Fälle löste er 1978 in "Tod auf dem Nil", einem mit Jane Birkin, Bette Davis, Mia Farrows, David Niven außergewöhnlich besetzen Thriller.
Für eine ganze Generation von Zuschauern wurde er in dem 1951 verfilmten bombastischen Geschichtsdrama "Quo vadis" unsterblich: Als 30-Jähriger spielte Ustinov den grausamen und größenwahnsinnigen Kaiser Nero, der auf seiner Leier zupfend das von ihm in Brand gesteckte Rom betrachtet und die Christen für die Tragödie verantwortlich macht.
Ebenso herausragend glänzte er 1954 an der Seite von Humphrey Bogart in der Gaunerkomödie "Wir sind keine Engel" den Ausbrecher Jules, der seine Schlange im Körbchen trägt. Auch als Manegenmeister 1955 in Max Ophüls' Meisterwerk "Lola Montez" ist er vielen Kinofreunden unvergesslich geworden.
Für zwei Nebenrollen erhielt er einen Oscar: 1960 in dem dreistündigen Sandalen-Epos "Spartakus" um den gleichnamigen Sklavenführer und als Gauner Arthur beim Juwelenraub in Istanbul in dem legendären Rififi-Film "Topkapi" von 1963.
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