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Neuer Film zum Fall
Ochsenknecht: Hoeneß hat milde Strafe bekommen

Uwe Ochsenknecht: Uli Hoeneß hat milde Strafe bekommen
uwe Ochsenknecht spielt in seinem neuen Film Udo Honig. FOTO: 3307
München. Wie nachhaltig die Hoeneß-Affäre Deutschland geprägt hat, wird vor allem an der filmischen Verarbeitung des Falls deutlich. Innerhalb von anderhalb Jahren kommt nun schon der zweite Film zum Thema ins Fernsehen. Hauptdarsteller Uwe Ochsenknecht hat zum Vorbild seiner Figur eine klare Meinung.

In der kommenden Woche zeigt Sat.1 die mit Spannung erwartete Satire über den Fall Uli Hoeneß. An diesem Dienstag (20.15 Uhr) wird "Die Udo Honig Story" mit Uwe Ochsenknecht (59) in der Hauptrolle ausgestrahlt. Für 28,5 Millionen Euro hinterzogene Steuern sei die Strafe von dreieinhalb Jahren Haft noch ziemlich milde ausgefallen, sagte Ochsenknecht im Interview der Deutschen Presse-Agentur in München. "Er kann sich nicht beschweren."

Der Film beginnt mit dem Haftantritt von Honig nach seiner Verurteilung wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe. "Wir haben einen neuen Spielstand: Honig: 28 Millionen - Deutschland: 0" brüllen die Mithäftlinge, als er ins Gefängnis einzieht. Langsam, aber sicher lebt er sich dort jedoch ein und bringt die Gefängnis-Metzgerei auf Vordermann.

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Neben Ochsenknecht ist Gisela Schneeberger in dem Film als Honigs Frau zu sehen und Hannes Jaenicke als Fußball-Lichtgestalt "Franz Kaiser". Den jungen "Udo Honig" spielt Ochsenknechts Sohn Wilson Gonzalez. Heiner Lauterbach, der als Gefängnisdirektor zu sehen ist, nannte den Film bei der Premiere in München mutig und einen "Ritt auf der Rasierklinge".

Bei einigen Ausgaben des Staates stelle er sich schon die "Frage, ob es nicht sinnvoller ist, ein bisschen was zu hinterziehen", sagte Ochsenknecht. "Also, ich mach's nicht", betonte er. "Bei mir ist alles sauber." Für die Rolle hat Ochsenknecht zugenommen und sich die Haare abrasiert. "Die Frisur ist noch nicht wieder ganz die alte und zwei Kilo müssen noch weg", sagte er der dpa.

(dpa)
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