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Morgan Freeman für Lebenswerk geehrt: Vom Chauffeur zum Hollywood-Gott

zuletzt aktualisiert: 12.10.2010 - 15:58

Berlin (RPO). Der US-Schauspieler Morgan Freeman wird eine große Ehrung erfahren: Das Amerikanische Filminstitut (AFI) zeichnet ihn für sein Lebenswerk aus. Nach einem Stern auf dem "Walk of Fame" und dem Oscar ist dies nun die dritte große Auszeichnung für den 73-Jährigen.

Freeman bedauert manchmal, dass er immer wieder Männer mit Würde und Autorität spielen soll. "Die Guten sind einfach nur gut. Die Parts der Bösen haben meist mehr Nuancen, die machen mehr Spaß", sagte er vor Jahren bei einem Deutschland-Besuch. Was ihn jedoch zur Hollywood-Legende macht, ist seine Ausstrahlung als Übervater mit lausbübischer Komik. Diese Rolle hat er als Gott in den Jim-Carrey-Komödien "Bruce Allmächtig" und "Evan Allmächtig" auf die Spitze getrieben.

Dabei hat seine große Karriere erst im gereiften Alter begonnen. Freeman war 42, als er in "Miss Daisy und ihr Chauffeur" seinen internationalen Durchbruch hatte. Der am 1. Juni 1937 in Memphis im US-Staat Tennessee geborene Amerikaner spielte anfangs auf Bühnen und arbeitete sich zum Film hoch.

"Es gab Momente in meinem Leben, da wollte ich alles hinschmeißen, da hatte ich die Schnauze voll von Hollywood", sagte er einmal. Er habe einfach keine Jobs bekommen. "Du sitzt den ganzen Tag am Telefon, du wartest auf einen Anruf, auf einen Vorsprechtermin, aber es passiert gar nichts - frustrierend." Er habe schon daran gedacht, sich einen anderen Beruf zu suchen, und er habe angefangen zu trinken.

Der Beruf des Schauspielers ist nach seiner Ansicht nicht schwer. "Wenn man einmal den Job hat, ist es kein Problem mehr", sagte er einmal. Nach der Rolle als verkannter herzensguter Freund einer alleinstehenden alten Millionärin "Miss Daisy" (Jessica Tandy) konnte er sich die Filmangebote aussuchen.

Er verewigte sich in Clint Eastwoods Western "Erbarmungslos", spielte einen zu Unrecht einsitzenden Häftling an der Seite von Tim Robbins in "Die Verurteilten", Polizisten, die Serienkiller zur Strecke bringen, oder einen US-Präsidenten in "Amistad - Das Sklavenschiff". Die Darstellung eines Ex-Preisboxers im Clint-Eastwood-Drama "Million Dollar Baby" mit Hilary Swank brachte ihm 2005 den Oscar ein. 2010 war er zum fünften Mal nominiert - für seine Rolle als Nelson Mandela in "Invictus".

Mittlerweile ist Morgen Freeman 73 Jahre alt, aber in den Ruhestand will er noch lange nicht: Am 28. Oktober läuft ein neuer Film mit Morgan Freeman in einer Nebenrolle in den deutschen Kinos an: die Action-Komödie "R.E.D" mit Bruce Willis, John Malkovich und Helen Mirren.

Quelle: apd/felt

 
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