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"Nine" startet am Donnerstag: Was für ein Fest der Weiblichkeit!

zuletzt aktualisiert: 22.02.2010 - 07:53

Berlin (RPO). Im Musical "Nine" könnte Männern das Hören und Sehen vergehen. Derart zahlreich und dazu noch erotisch aufgeladen hat man Hollywoods geballte Frauenpower bisher wohl noch nicht gesehen. Allein Überraschungsgast Fergie (Black Eyed Peas) lässt die Herzen höher schlagen. Aber sie ist nur eine von insgesamt sieben Hollywood-Frauen der Extraklasse.

In Rob Marshalls Musicalverfilmung "Nine" sucht der Starregisseur Guido Contini neue Inspiration beim weiblichen Geschlecht. Gespielt wird die männliche Hauptrolle vom zweifachen Oscar-Preisträger Daniel Day-Lewis mit freudig-leidvoller Hingabe. Allein er kann üblicherweise locker und leicht allein einen Film tragen wie zuletzt im düsteren "There will be Blood". In "Nine" spielt er die Rolle eines melancholischen Machos und Starregisseurs in der Midlife-Crisis. Er steckt mitten in einer Schaffenskrise.

Contis Frauen - darunter beste Freundinnen, die Geliebte und die Gattin, die Mutter und die Muse - defilieren eine nach der anderen in seinen Tagträumen vorbei. Sie machen ihm Vorhaltungen über seine Untreue, bezirzen und bemuttern, bedauern und bewundern ihn. Marshalls Trumpf ist wie bei "Chicago" die hochkarätige Besetzung.

Mit dabei sind gleich sieben Hollywood-bewährte Damen der Extraklasse.

Penélope Cruz Umwerfend allein durch ihre leinwandfüllende Leidenschaft ist Penelope Cruz als Guidos stürmische Geliebte Carla. In knappsten Kostümen und mit voller körperlicher Präsenz interpretiert sie die Rolle mit hingebungsvoller Leidenschaft. Keine kann Guido so spielend um den Finger wickeln und verführen wie sie. Allein Cruz lässt es derart knistern, dass der gemeine männliche Kinobesucher mit Guido mitfühlen kann.

Judi Dench Die gestandene Schauspielerin (75) kennen die meisten durch ihre Rolle als "M" in den James-Bond-Filmen. In "Nine" spielt sie Contis altersweise Kostümbildnern Lilli. "Sie kennt ihn sehr, sehr gut," erzählt Dench über ihre Figur. "Trotzdem ist sie, genau wie die anderen Frauen, noch immer von ihm verzaubert."

Nicole Kidman Die australische Top-Darstellerin (Oscar für "The Hours") ist Guidos Muse, die wunderschöne und umschwärmte Hauptdarstellerin. Angesichts der Schaffenskrise ihre Regisseurs ziert sie sich aber.

Sophia Loren Die große Loren, einstiger Inbegriff der Weiblichkeit und Sexsymbol einer ganzen Generation, spielt mit ihren jetzt 75 Jahren Contis "Mamma". "Ich war gespannt, ob Nicole Kidman, Penélope Cruz, Judi Dench und ich uns an die Gurgel gehen würden", erzählt die Legende über die Zusammenarbeit. Das Gegenteil trat ein: "Wir waren wie eine Familie."

Marion Cotillard Neben dieser großen weiblichen Konkurrenz agiert da noch Marion Cotillard als Guidos Ehefrau. Die bildhübsche Französon ist spätestens seit  ihrer Darstellung der Edith Piaf in "La vie en rose" (Oscar) auch einem breiteren Publikum ein Begriff. Als liebevoll-fürsorgliche Ehefrau Luisa speilt sie die Hingabe in Person - trotz aller Seitensprünge.

Kate Hudson Auch Kate Hudson - in Online-Umfragen mehrfach unter den attraktivsten Stars vertreten - ist bei "Nine" mit von der Partie. Sie spielt eine ehrgeizige "Vogue"-Reporterin, die den Starregisseur abgöttisch verehrt. Und natürlich - bei einem heißen Flirt an der Bar stellt sich heraus: Auch sie will Guido verführen.

Fergie Stacey Ferguson steigt nach den Erfolgen als Sängerin der Black Eye Peas mit Verve in das Filmgeschäft ein. Und das durchaus eindrucksvoll. Als dralle Prostituierte legt sie einen durchaus bleibenden Auftritt hin. Sie liefert im Film eine starke energiegeladene Showszene ab.

Rob Marshall kennt sich aus mit Musicals. Für seine Adaption von "Chicago" bekam er sechs Oscars. Bei "Nine" setzt er auf die bewährte Herangehensweise: Als Setting dient im Wesentlichen eine leere Filmstudiohalle, die für die einzelnen Szenen - melancholische Erinnerungen an die Frauen in Contis Leben - zum Schauplatz von furios inszenierten, videoclipartig geschnittenen und erotisch aufgeladenen Tanz- und Showszenen wird.

Die inszenatorische Raffinesse und die Opulenz der Musiknummern können allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass es den Charakteren an psychologischer Tiefe und damit auch der dramatischen wie berührenden Wirkung mangelt.

Trotzdem ist "Nine" bei der Verleihung der Oscars am 7. März mit vier Nominierungen vertreten. Unter anderem geht Penélope Cruz als beste Nebendarstellerin ins Rennen. Bei uns startet der Film am Donnerstag in den Kinos.

Quelle: DDP/pst

 
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