Regisseur Annaud bezweifelt neuen Boom: Werden Tigerbabies die neuen Haustiere?
zuletzt aktualisiert: 13.09.2004 - 14:54Paris (rpo). Nach "Findet Nemo" kauften die Zuschauer zum Leid vieler Tierschützer Clownsfische, und nach "Zwei Brüder" werden kleine Fans von kuscheligen Tiger-Babies als Haustiere träumen. Dennoch: Jean-Jacques Annaud (60), Regisseur und Oscar-Preisträger, kann sich nicht vorstellen, mit seinem neuen Film "Zwei Brüder" einen Run auf Tiger auszulösen.
"Auswüchse wie nach 'Nemo' sind kaum zu befürchten, denn zum Glück gibt es keinen Schwarzmarkt für Tigerbabys", sagt er der Filmzeitschrift "Cinema". Allerdings habe es tatsächlich Eltern gegeben, die ihm erzählt hätten, ihre Kinder wünschten sich Spielgefährten wie die Tiger Sangha und Kumal. "Denen habe ich geraten, Plüschtiger zu schenken", sagt Annaud. Zwölf Jahre nach seinem Film "Der Bär" hat Annaud sechs Monate lang mit 30 Tigern, jungen wie ausgewachsenen, gedreht. Am 16. September kommt der Film "Zwei Brüder" in die deutschen Kinos.
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