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Premiere "Sieben Leben"
  Foto: ddp, ddp
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Kinostart von "Sieben Leben": Will Smith: "Ich bin ein Glückskind"

VON DAS GESPRÄCH FÜHRTE BARBARA GROFE - zuletzt aktualisiert: 08.01.2009 - 17:44

Berlin (RP). Der amerikanische Schauspieler Will Smith über seinen neuen Film „Sieben Leben“, der heute in die Kinos kommt, seine Traumrolle und die Meinung seines Sohnes über den Beruf des Papas.

Er hatte im vergangenen Jahr mit drei Filmen gewaltigen Erfolg an den Kinokassen. Das brachte Will Smith den Titel des „bestbezahlten Schauspielers Hollywoods“ ein. Heute läuft das neue Werk des US-Stars an, das Drama „Sieben Leben“. Wir sprachen mit dem 40-Jährigen über Wünsche für die Zukunft, Entscheidungen der Vergangenheit und die Schwierigkeit, ein guter Mensch zu sein.

In Ihrem neuen Film „Sieben Leben“ möchte die Hauptfigur das Leben von sieben Menschen zum Guten verändern. Sind Sie ein guter Mensch?

Will Smith: Ist ganz schön schwierig, aber ich versuche es. Ich probiere, an jedem neuen Tag wieder mein Bestes zu geben. Meine Frau und meine Kinder würden hoffentlich sagen, dass ich ein guter Mensch bin. Mein Sohn Jaden findet mich definitiv verdammt cool.

Auch noch, nachdem er Ihren neuesten Film gesehen hat?

Smith: Jaden hat gesagt, Dad, das ist der erste Film, in dem du fies bist. Ganz stimmt das natürlich nicht, in „Hancock“ war ich auch schon fies. Aber das ignorieren die Leute wohl, wenn ich dazu noch lustig bin. „Sieben Leben“ ist der dunkelste Film, den ich bisher gemacht habe.

Soll es künftig häufiger diesen düsteren Will Smith geben?

Smith: Ich möchte meine Möglichkeiten als Künstler nutzen und mein Spektrum erweitern. Mit dem Bittersüßen zu experimentieren macht mir Spaß. Aber ich verspreche Ihnen, der nächste Film wird wieder ein lustiger werden. In einem Film ohne Aliens, Explosionen und Monster mitzuspielen ist für mich schon ein bisschen seltsam.

Wie wichtig ist es Ihnen, hinter der Botschaft Ihrer Filme zu stehen?

Smith: Dass ich in einem Film mitspiele, heißt nicht zwingend, dass ich auch gutheiße, was der Protagonist macht. In „Sieben Leben“ habe ich Kämpfe mit mir ausgefochten, weil ich oft so anders empfand als meine Figur Ben Thomas. Ich konnte so einiges nicht nachvollziehen – aufzugeben ist beispielsweise eine Sache, für die ich kein Verständnis habe. Für mich ist aber letztlich viel wichtiger, dass Filme Diskussionen lostreten. Geschichten können auch dann eine riesige Kraft haben, wenn mir das Ende oder die Botschaft nicht gefällt.

Haben Sie eine Wunsch-Rolle?

Smith: Definitiv wäre das Nelson Mandela. Die Geschichte der Apartheid würde ich gern auf die Leinwand bringen. Ich habe Mandela häufig getroffen und glaube, dass jeder Mensch etwas mit seiner Geschichte anfangen, mit diesem Thema etwas verbinden könnte.

Wie wäre es mit Barack Obama?

Smith: Ich halte auf jeden Fall Augen und Ohren offen. Kapitel eins der Geschichte hat Barack schon einmal hervorragend zu Ende geschrieben, jetzt müssen wir sehen, wie es damit weitergeht.

Wie erklären Sie sich die Begeisterung für den zukünftigen Präsidenten?

Smith: Ich glaube, dass die Menschen auf der Suche waren nach etwas oder jemandem, der alles ein bisschen besser macht, nach einem Symbol. Ein Schwarzer wird US-Präsident, das gab es noch nicht. Das perfekte Hollywood-Ende.

Sie sind der bestbezahlte Schauspieler Hollywoods. Haben Sie geglaubt, dass Sie so erfolgreich werden?

Smith: Ich habe immer daran geglaubt, dass ich entscheide, was aus mir und meinem Leben wird. Alles ist möglich. Oft haben mir die Leute in Amerika gesagt, dass Filme mit Schwarzen sich international nicht übertragen lassen. Und ich habe darauf stets geantwortet, dass ich sehr gerne das Gegenteil beweise.

Es heißt, Sie seien bei Liebesszenen schrecklich schüchtern. Stimmt das?

Smith: Ich bin nicht schüchtern – tatsächlich bin ich großartig im Bett. Wenn aber eine Gruppe von Menschen um einen herumsteht, während man als Schauspieler halbnackt ist und so tun muss, als hätte man Sex, ist das seltsam.

Halten Sie sich für ein Glückskind?

Smith: Ja. Meine Frau Jada hat eine Theorie: Sie sagt, es gibt Menschen des Lichts, die Glück haben, und solche, die in der Dunkelheit leben, die kämpfen müssen. Für sie sind diejenigen, die versuchen, sich von Unglück zu befreien, die wahren Menschen des Lichts. Solche wie ich sind Jada unheimlicher.

Quelle: RP

 
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