Regisseur stellt neues Werk in Cannes vor: Wim Wenders glücklich über "Klopfen"
zuletzt aktualisiert: 19.05.2005 - 11:39Cannes (rpo). Wim Wenders neuestes Werk heißt "Don't Come Knocking". Am Donnerstag präsentiert der Regisseur den Film im Wettbewerb in Cannes. Rekordverdächtig war die Drehzeit: Nur 36 Tage hat der Filmemacher an der Geschichte eines abgehalfterten Westerndarstellers am Set gearbeitet.
Mit großer Zufriedenheit äußerte sich Wenders über das Werk: "Ich habe noch nie einen leichteren Film gedreht". Schon 1978 habe er die Idee gehabt, in der Stadt Butte im Westen des Mississipi zu drehen, die auf ihn wie ein "gigantisches Phantom" wirke. Glücklicherweise sei ihm inzwischen niemand zuvorgekommen.
Mit "Don't Come Knocking" konnte Wenders auch den alten "Traum" verwirklichen, seinen Drehbuchautor Sam Shepard als Darsteller einzusetzen. Schon für den 1984 in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichneten Film "Paris, Texas" habe er Shepard "auf Knien gebeten", in die Schauspieler-Rolle zu schlüpfen, sagte Wenders. Damals habe Shepard abgelehnt.
Das Drehbuch für "Don't Come Knocking" entstand nach Wenders' Worten in engster Zusammenarbeit mit Shepard. "Er schrieb, ich las und korrigierte, dann diskutierten wir über die nächste Szene." Schließlich habe Shepard gesagt, dass er sich zutraue, die Hauptrolle zu spielen. Der Held von "Don't Come Knocking" stellt in vorgerücktem Alter fest, dass er die größte Liebesgeschichte seines Lebens verpatzt hat.
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