Ein Film, sechs Schauspieler: Wir alle sind Bob Dylan
zuletzt aktualisiert: 05.09.2007 - 21:39Düsseldorf (RPO). Am besten ist ein Film immer dann, so wie jetzt bei den Filmfestspielen in Venedig, wenn er überrascht. Wenn Cate Blanchett mit wilder Frisur Motorrad fährt, wenn Richard Gere in eine Westerkulisse reitet, wenn ein kleiner Junge mit seiner Gitarre auf einen Güterzug aufspringt. "I'm not there" ist ein Film über Bob Dylan. Über viele Facetten, aus vielen Blickwinkeln.
Sechs Schauspieler, neben Cate Blanchett, Richard Gere und Marcus Carl Frankling auch Christian Bale, Heath Ledger und Ben Whishaw, spielen in "I'm not there" den Musiker und tun es doch nicht. Es wird nicht einfach Biographisches abgehakt, Bekanntes durchgenudelt, sondern abstrahiert. Weil Bob Dylan nicht zu fassen ist, probiert Regisseur Todd Haynes es erst gar nicht. Sondern gibt dem Musiker viele verschiedene Gesichter.
Cate Blanchett aber ist der Höhepunkt von "I'm not there". Und das, obwohl - oder gerade weil - sie eine Frau ist. Übrigens: Auch Sängerin und Schauspielerin Charlotte Gainsbourg ist in Todd Hayes' Film mit von der Partie. Als Bob-Dylan-Frau Sarah.
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