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Film mit israelischer Hauptdarstellerin
Libanon verbietet "Wonder Woman" in den Kinos

Film-Review | WONDER WOMAN
Beirut. Wegen einer israelischen Hauptdarstellerin hat der Libanon den US-Film "Wonder Woman" verboten. Die Comicverfilmung hätte eigentlich in die libanesischen Kinos kommen sollen, wurde aber kurz vorher vom Innenministerium untersagt, wie es aus Sicherheitskreisen hieß.

Die Regierung in Beirut reagierte damit auf eine Kampagne, die ein Aufführungsverbot forderte, weil die Hauptdarstellerin Gal Gadot eine Israelin ist. Der Libanon befindet sich mit Israel offiziell im Kriegszustand und boykottiert seit Jahrzehnten Produkte aus dem Nachbarland.

Die frühere "Miss Israel" Gadot leistete zwei Jahre Wehrdienst in der israelischen Armee. Der Film mit der 32-Jährigen als Amazonenprinzessin kommt am 15. Juni auch in die deutschen Kinos. Die Anhänger der Verbotskampagne jubelten nach der Entscheidung.

"Glückwunsch an Palästina. Glückwunsch zum Boykott. Glückwunsch an den Widerstand", schrieb einer der Mitbegründer der Kampagne, Samah Idriss, auf Facebook. "Der Normalisierung (mit Israel) wurde ein nachhaltiger Schlag versetzt, indem die Aufführung eines Films mit einer israelischen Soldatin verhindert wurde."

In Deutschland kommt "Wonder Woman" am 15. Juni in die Kinos. 

(mro/dpa)
 
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