Umstrittene Ausstellung seit Mittwoch für Publikum geöffnet: Flick Collection: 4.000 Besucher am ersten Tag
zuletzt aktualisiert: 22.09.2004 - 18:57Berlin (rpo). Die "Flick Collection" in Berlin sorgte bereits vor ihrer Eröffnung für viel Wirbel. Und auch nach der Eröffnung sorgt sie noch für Furore und zieht die Massen an: Am ersten Tag soll die umstrittene Ausstellung im Museum "Hamburger Bahnhof" bereits rund 4.000 Besucher zählen können, teilte ein Sprecher mit.
Die Ausstellung war am Vorabend in Anwesenheit von Bundeskanzler Gerhard Schröder eröffnet worden. Die Kunstsammlung von Friedrich Christian Flick gilt als eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen zeitgenössischer Kunst und soll sieben Jahre im "Hamburger Bahnhof" zu sehen sein.
Die Ausstellung war in die Kritik geraten, weil Flicks Großvater in der NS-Zeit als Rüstungsunternehmer Zwangsarbeiter beschäftigt hat. In einer Umfrage des Forsa-Instituts im Auftrag des "Stern" befürworteten 58 Prozent die Ausstellung trotzdem, 27 Prozent sprachen sich dagegen aus. 15 Prozent der rund 1.000 Befragten wollten oder konnten keine Angaben machen.
Die Sammlung Flicks umfasst 2.000 Werke von rund 150 Künstlern. Der Schwerpunkt liegt in den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts.
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