Bonner Haus der Geschichte widmet Presley Schau: Gitarre und Gummimann: Elvis in Deutschland
zuletzt aktualisiert: 16.11.2004 - 07:16Bonn (rpo). "Autogramm" sagte der King des Rock'n Roll, sei sein erstes deutsches Wort gewesen. Elvis Presley verbrachte von Oktober 1958 bis Februar 1960 mehrere Monate in Deutschland, als er G.I. war. Das Bonner Haus der Geschichte widmet der Legende jetzt eine Ausstellung ausschließlich über seine Zeit in "Good old Germany".
"Elvis in Deutschland" heißt die Schau, in der vom 21. November an Fotos, Kostüme, Schallplattencover und auch ganz profane Dinge zu sehen sind - wie etwa ein Seesack, den Elvis bei der Ankunft 1958 in Bremerhaven über die Schulter warf und später dem Regisseur des Streifens "G. I. Blues" schenkte. Gegenstände, die der "King" selbst in Händen hielt, wie etwa seine signierte Gitarre, die er aus Dankbarkeit dem Besitzer des Hotels "Grunewald" vermachte, bei dem er und seine Familie wohnten, sind zu begutachten. Aber auch Objekte der Begierde, die noch ein knappes Jahrhundert später die Besitzer erfreuten, wie etwa der "Wackel-Elvis", mit dem der Automobil-Hersteller Audi 2001 erfolgreich warb.
Mehr als 300 Objekte aus privaten und öffentlichen Sammlungen haben die Bonner Ausstellungs-Macher zusammengetragen, Gönner waren auch Peter Kraus und Ted Herold, von denen Elvis in Deutschland in den Sechzigern Konkurrenz bekam. Auch die komplette Einrichtung eines Friseur-Ladens, in dem sich der Star die Haare schneiden ließ, ist zu sehen.
Obgleich sich die amerikanische Armeeführung alle Mühe gab, Elvis als normalen Soldaten einzuberufen und zu behandeln, galt er von Anfang an als Star, er gab Pressekonferenzen, drehte Filme und nahm Platten auf, die die "Halbstarken" außer Rand und Band brachten.
In der DDR beobachtete die Polit-Spitze die Begeisterung der Jugendlichen mit Argwohn als "amerikanische Kulturbarbarei" - doch auch ihr gelang es nicht, die Faszination des Rock'n Roll auf die Jugend einzudämmen. Am 2. März 1960 verlässt Elvis Presley Deutschland.
Die Ausstellung ist täglich, außer Montags, von 9.00 bis 19.00 Uhr zu sehen und läuft bis zum 27. Februar 2005. Der Eintritt ist frei.
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