Sender sieht t.A.T.u. um Sieg betrogen: Grand Prix: Russland will Ergebnis anfechten
zuletzt aktualisiert: 29.05.2003 - 13:31Moskau (rpo). Wie am Donnerstag mitgeteilt wurde, will das russische Staatsfernsehen das Ergebnis des Schlager-Grand-Prix anfechten. Das skandalumwitterte Mädchenduo t.A.T.u. sei möglicherweise um den Sieg betrogen worden.
Der Beitrag von t.A.T.u. habe von bestimmten Ländern "unwahrscheinlich wenige Punkte" erhalten; außerdem sei das Ergebnis möglicherweise durch die nicht den Regeln entsprechende Bewertung aus Irland verfälscht worden.
Der Sender kündigte eine offizielle Beschwerde beim Veranstalter an, der Organisation der öffentlich-rechtlichen Sender in Europa (EBU). Die telefonisch abgegebenen Zuschauerstimmen aus Irland waren bei dem Wettbewerb am Samstag nicht gezählt worden, da deren Auszählung nicht rechtzeitig abgeschlossen war. Stattdessen gab eine Jury die Bewertung ab. "Wenn man in Betracht zieht, dass zwischen dem ersten und dem dritten Platz nur der unwesentliche Abstand von drei Punkten bestand, gibt es Anlass zu glauben, dass das Ergebnis für Russland ganz anders hätte aussehen können", erklärte Kanal Eins.
Siegerin des diesjährigen Grand Prix wurde nach einem spannenden Finale knapp die Türkin Setrab Erener mit ihrem Titel "Everyway That I Can". Zweiter wurde mit nur zwei Punkten weniger die belgische Folkloregruppe Urban Trad.
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