Unterschiedliche Resonanz: Großer Andrang bei RAF-Schau in Berlin
zuletzt aktualisiert: 30.01.2005 - 17:53Berlin (rpo). Reges Besucherinteresse hat am Sonntag in Berlin an der umstrittenen RAF-Ausstellung geherrscht. Die Schau unter dem Titel ""Zur Vorstellung des Terrors: Die RAF-Ausstellung" in Mitte verzeichnete bis zum späten Nachmittag etwa 850 Besucher, wie ein Sprecher des Veranstalters "Kunst-Werke" sagte.
Bis zum Abend erwarteten die Ausstellungsmacher 1000 Besucher. Bereits am Samstag hatten sich zu der mehrstündigen Eröffnungsfeier rund 1500 Interessierte eingestellt.
Im vergangenen Sommer hatte es kontroverse Diskussionen um die Schau mit dem Arbeitstitel "Mythos RAF" gegeben. Die ersten Reaktionen der Besucher am Wochenende waren sehr unterschiedlich: Während die einen die gelungene historische Einordnung lobten, bemängelten andere die unzureichende Darstellung von Zusammenhängen und Beliebigkeit.
Zwei Jahre hat Felix Ensslin, der Sohn der RAF-Mitbegründerin Gudrun Ensslin, gemeinsam mit den Kuratoren Klaus Biesenbach und Ellen Blumenstein an der Schau gearbeitet. Ensslins Worten zufolge ist die Schau keine geschichtliche Ausstellung. Sie zeige vielmehr die Darstellung des Terrors in der Öffentlichkeit.
In der Schau sind nur Objekte zu sehen, die bereits veröffentlicht wurden. Präsentiert werden Bilder, Zeitungen, Collagen und Fotos sowie Fahndungsplakate, die einzeln alle bislang schon an anderer Stelle zu sehen waren. Vertreten sind namhafte Künstler wie Jörg Immendorff, Martin Kippenberger, Katharina Sieverding und Gerhard Richter. Eine Zeitleiste mit Presseveröffentlichungen vom Tod des Studenten Benno Ohnesorg 1967 bis zur Auflösung der RAF 1998 ordnet die Ereignisse zeitlich ein.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum






