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Essen/Düsseldorf
Achenbach: "Im Kunstmarkt meine Moral verloren"

Essen/Düsseldorf. Der unter Betrugsverdacht stehende Kunstberater Helge Achenbach hat gestern im Essener Landgericht erstmals von "gefälschten Rechnungen" gesprochen. Bislang hatte Achenbach die von ihm veränderten Preise bei Kunst- und Oldtimergeschäften mit unter anderem dem Aldi-Erben Berthold Albrecht stets als "Collagen" bezeichnet. Achenbach ist unter anderem wegen Urkundenfälschung angeklagt. In der inzwischen sieben Monate währenden Untersuchungshaft habe er viel Zeit zum Nachdenken und inzwischen verstanden: "Es geht um die Wahrheit.

Um nichts anderes." Achenbach betonte erneut, dass sein mitangeklagter früherer Geschäftspartner von "Fälschungsrechnungen" im Zusammenhang mit Verkäufen an den Milliardär Boehringer nicht gewusst habe. Er sei allein verantwortlich. "Ich saß in New York im Hotel und dachte, ich mach' das jetzt. Ich fühlte mich schäbig, tat es trotzdem." Er habe 400 bis 500 Millionen Euro umgesetzt, mit Werken, die heute zig Milliarden wert seien. Meine Moral, sagte Achenbach, "habe ich im Kunstmarkt verloren".

(sg)
 
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