Deutsches Historisches Museum: Hitler-Ausstellung am ersten Tag gut besucht
zuletzt aktualisiert: 15.10.2010 - 18:22Berlin (RPO). Die Hitler-Ausstellung im Deutschen Historischen Museum Berlin hat gleich an ihrem Eröffnungstag Tausende Besucher angezogen. Bis zum Freitagnachmittag seien rund 4.000 Interessierte gezählt worden, sagte Museumssprecher Rudolf Trabold. Historiker kritisierten die Ausstellung unterdessen für ihre Einseitigkeit.
Mit "Hitler und die Deutschen. Volksgemeinschaft und Gewalt" widmet sich erstmals in Deutschland eine Ausstellung der Faszination Adolf Hitlers. Insgesamt 600 Exponate, 400 Fotos und Plakate sowie Filme sollen die Wirkung des Massenmörders auf die Bevölkerung in der Nazizeit erklären.
Derweil kritisierten Historiker die Ausstellung als einseitig. Sie bilde die Verehrung für Hitler ziemlich vollständig ab, zeige jedoch nicht, was die Deutschen so an Hitler begeistert habe, und warum 14 Millionen Menschen ihn gewählt hätten, sagte der deutsch-israelische Historiker Ralf Seligmann dem 3sat-Magazin "Kulturzeit". Der Historiker Wolfgang Wippermann von der Freien Universität Berlin sagte im Deutschlandradio Kultur, die Ausstellung zeige in ihrer Konzeption eine Angst vor Hitler, die er nicht verstehe. Die Ausstellungsmacher hatten bewusst auf originale Uniformen und persönliche Gegenstände Hitlers verzichtet - auch um Neonazis nicht anzulocken.
Die Ausstellung ist bis zum 6. Februar 2011 im Pei-Bau des Museums zu sehen. Sie ist täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt sechs Euro, für Jugendliche unter 18 Jahren ist der Eintritt frei.
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