Spendenaktion für medizinische Forschung: Immendorff plant "Kulturgala" in Berlin
zuletzt aktualisiert: 24.11.2004 - 11:31Hamburg (rpo). Der Künstler Jörg Immendorff plant für das nächste Jahr eine "Kulturgala" in Berlin. Dabei sollen Spenden für die Entwicklung eines Medikaments gegen die tödliche Nervenkrankheit ALS (Amyotrophe Lateralsklerose) gesammelt werden. Der Maler, der seit 1998 selbst an der Krankheit leidet, habe sich als "Kampfziel drei Millionen Euro Minimum" gesetzt.
Für die Wohltätigkeitsveranstaltung wünscht er sich die Mitwirkung von Künstlern, "die ich bewundere", sagte er dem Hamburger Magazin "Stern". Dazu gehören Günter Grass, Christoph Schlingensief, Georg Baselitz, Claus Peymann und Daniel Barenboim.
Als Verbündete im Kampf gegen die tückische Krankheit, von der etwa 5000 Menschen in Deutschland betroffen sind, nennt Immendorff im "Stern" auch Schauspielerin Veronika Ferres. Sie spielt in dem ZDF-Film "Sterne leuchten auch am Tag" (6. Dezember) eine ALS-Kranke.
Immendorff hat an der Berliner Charité ein Stipendium zur Erforschung der noch recht unbekannten Krankheit geschaffen. Der Maler arbeitet zudem mit Theaterprovokateur Christoph Schlingensief zusammen, der in seinem Performanceprojekt "Kunst und Gemüse, A. Hipler" an der Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz die tödliche Nervenkrankheit thematisiert. Für die Inszenierung hat Immendorf ein Plakat entworfen, das zu Gunsten der ASL-Forschung verkauft werden soll.
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