Böhmer weist auf Bedeutung der Museen hin: Internationaler Museumstag in Magdeburg eröffnet
zuletzt aktualisiert: 18.05.2003 - 13:13Magdeburg (rpo). Bundesratspräsident Wolfgang Böhmer (CDU) hat bei der Auftaktveranstaltung zum Internationalen Museumstag auf die wachsende Bedeutung der Museen hingewiesen.
"Wir brauchen sie zunehmend zur Selbstfindung und um Probleme der Zeit bewerten zu können", sagte Böhmer als Schirmherr der Aktion am Sonntag in Magdeburg.
Bundesweit beteiligten sich mehr als 1300 der rund 6000 deutschen Museen mit Sonderführungen, Museumsfesten und teilweise freiem Eintritt am Museumstag unter dem Motto "Museen haben Freunde". Bereits in der Nacht zum Sonntag hatten zahlreiche Einrichtungen Museumsnächte mit besonderen Programmen angeboten.
Auf die finanziellen Probleme der Museen wies der Präsident des Deutschen Museumsbunds, Michael Eissenhauer, hin. Schließungen sollten das allerletzte Mittel sein. Verkäufe von Museumsbeständen wie sie derzeit diskutiert würden, seien nie wieder rückgängig zu machen. "Ein wohlgeordneter Winterschlaf ist allemal besser als eine Preisgabe", sagte Eissenhauer. Wenn sich die wirtschaftliche Lage stabilisiert habe, könnten die Einrichtungen wieder eröffnet werden. Möglich seien auch Zusammenlegungen von Museen und Gründungen von Zweckverbänden. Zudem könnten Museen noch stärker auf ehrenamtliche Mitarbeiter setzen.
Mit dem seit 1977 regelmäßig am 18. Mai veranstalteten Museumstag soll auf die einzigartige Vielfalt der Museumslandschaft in Deutschland aufmerksam gemacht werden.
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