"Brauche das Ende": John Irving beginnt mit dem letzten Satz
zuletzt aktualisiert: 16.05.2010 - 09:56Hamburg (RPO). Schriftsteller John Irving beginnt die Arbeit an seinen Büchern stets mit dem letzten Satz. "Weil ich das Ende brauche, um anfangen zu können", sagte der 68-jährige US-Amerikaner.
Gegenüber dem Nachrichtenmagazin "Spiegel" fuhr Irving fort: "Wenn du es kristallklar vor dir siehst, wenn du den Standpunkt und den Ton des Endes hast, dann geht es dir wie mit dem Refrain eines guten Songs", sagte er. Man bewege sich darauf zu und wisse, dass der Refrain komme, und dieses Wissen gebe einem Selbstvertrauen.
Er müsse wissen, wohin die Geschichte führe, "sonst verheddert man sich, sonst schreibe ich ziellos". Es sei eine Methode, die aus einem Zufall entstanden sei, schon beim ersten Buch. Zuerst komme der letzte Satz, dann ein Bauplan. Er schreibe von vorn nach hinten, bis er beim letzten Satz angekommen sei. Zu Irvings Werken gehören "Gottes Werk und Teufels Beitrag" und "Garp und wie er die Welt sah". In Kürze erscheint sein neuer Roman "Letzte Nacht in Twisted River" auf Deutsch.
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