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Dresden
Käßmann: Rebellisch gegen Rassismus sein

Dresden. Die Reformationsbotschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, hat Christen aufgerufen, "rebellisch gegen Rassismus und Fremdenhass" aufzutreten. "Wir können und werden überwinden, was da ist an Angst, Hass und Verzagtheit", sagte sie gestern beim Abschlussgottesdienst des Deutschen Evangelischen Posaunentages in Dresden. Für den Glauben einzustehen könne "ziemlich politisch sein", sagte Käßmann. Wenn in Dresden die "Pegida"-Bewegung erkläre, sie verteidige das christliche Abendland, dann müssten Christen klar sagen: "Nein, ihr nicht!" Und das könnten die Posaunen ruhig mal unterstreichen, forderte Käßmann die Musiker auf, die das prompt mit einem Tusch beantworteten.

"Die Mauern des Rassismus, der Ausgrenzung und des Fremdenhasses, sie werden nicht im Namen des christlichen Glaubens errichtet", sagte die frühere EKD-Ratsvorsitzende. Der christliche Glaube bringe "solche Mauern zum Einstürzen, weil er etwas weiß von Barmherzigkeit".

(epd)
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