Museums-Nächte fördern Kulturbetrieb: Kunst bei Dunkelheit
zuletzt aktualisiert: 11.04.2005 - 10:43Köln (rpo). Mit besonderen Aktionen soll das Interesse an Kunst und Kultur geweckt werden. Dazu zählen nach Ansicht des Kulturrates NRW auch die "Nacht der Museen" in den verschiedenen Städten. Denn ein Museumsbesuch in der Dunkelheit hat einen besonderes Flair.
Die "Lange Nacht der Museen", die seit einigen Jahren unter anderem in Köln, Düsseldorf, Berlin, München und Hamburg regelmäßig stattfindet, sei ein "geeignetes Instrument" für Museen und Galerien, um Stamm- und Neukunden gleichermaßen zu erreichen, sagte der Vorsitzende Hans-Georg Bögner in Köln.
Vor dem Hintergrund, dass das althergebrachte Kulturangebot mit klassischen Konzerten, Operetten aber auch Museumsbesuchen zu gängigen Öffnungszeiten an Popularität verloren habe, müsse der Kulturbetrieb generell neue Wege gehen, betonte Bögner. Steigende Besucherzahlen bestätigten, dass die Museumsnächte zwischen Rhein und Weser als vergleichsweise "neue Form der Vermittlung" gut angenommen würden.
Besonders Jugendliche könnten für Kunst zu nächtlicher Stunde interessiert und sensibilisiert werden, da sich im Anschluss an ereignisreiche Museumstouren quer durch die Stadt noch die ein oder andere Fete anbiete. Museumsnächte hätten auch den Effekt, dass Besucher mit Hilfe von Shuttle-Bussen in Ausstellungshäuser gelangten, die sie noch nie besucht hätten. So könne ganz nebenbei viel Neues entdeckt werden.
Allerdings sei jede "Lange Nacht der Museen" auch eine Gratwanderung, warnte der Vorsitzende des Kulturrates. Es bestehe prinzipiell die Gefahr, dass die Aktion aufgrund des Rahmenprogramms mit Partys, Filmvorführungen und Konzerten "in den Event-Bereich" abrutsche. Im Vordergrund solle jedoch stets die Kunst stehen.
Die nächste Düsseldorfer "Lange Nacht der Museen" findet am 16./17. April zwischen 19 und 2 Uhr statt. Kölner Kulturbetriebe haben ihre Gemeinschaftsaktion für den 5. November geplant.
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