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Chinesischer Künstler
Ai Weiwei stellt Foto von ertrunkenem Flüchtlingskind nach

Neu Delhi. Wieder einmal sorgt der chinesische Künstler Ai Weiwei mit einer Kunstaktion für Aufsehen im Netz. Am Strand von Lesbos hat er das Foto des ertrunkenen syrischen Flüchtlingsjungen Aylan Kurdi nachgestellt.

Damit hat Ai Weiwei (58) die Szene vom September 2015 damit erneut in die sozialen Netzwerke gebracht. Zahlreiche Twitter-Nutzer nannten das Bild am Montag "überwältigend" und "tief bewegend", einige kritisierten es auch.

Auf der Flucht Richtung Griechenland war der dreijährige Aylan zusammen mit seinem fünfjährigen Bruder und seiner Mutter vor der türkischen Küste ertrunken. Das Foto des toten an den Strand gespülten Jungen ging als tragisches Symbol der Flüchtlingskrise um die Welt.

Fotos: Die Bilder des Jahres 2016 FOTO: dpa, isl ks

Ai Weiwei, der verschiedene Flüchtlingsprojekte unterstützt, legte sich nun auf der griechischen Seite am Strand von Lesbos selbst bäuchlings auf die Steine, und ließ sich dabei von dem Fotografen Rohit Chawla ablichten. Das Bild, das für ein Interview des indischen Magazins "India Today" gemacht wurde, war am Wochenende auf der Kunstmesse "India Art Fair" in Neu Delhi zu sehen. "Künstler sollten eher menschlich als politisch sein," sagte Ai Weiwei laut "India Today" auf der Messe.

Erst vergangene Woche hatte Ai Weiwei aus Protest gegen die verschärfte Asylpolitik der dänischen Regierung eine Schau mit seinen Werken in Kopenhagen gestoppt. Seit längerem demonstriert er außerdem in den sozialen Netzwerken für einen sicheren Weg für Flüchtlinge über das Meer.

 

#refugees

Ein von Ai Weiwei (@aiww) gepostetes Foto am

 

(hebu/dpa)
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