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Volksbühne Berlin
Abschieds-Jubel für Theater-Chef Frank Castorf

Applaus für Intendant Frank Castorfs letzte Inszenierung an der Volksbühne Berlin
Intendant Frank Castorf verabschiedet sich nach 25 Jahren von der Berliner Volksbühne. (Archiv) FOTO: dpa, bwe htf fux
Berlin. Am Donnerstagabend stellte Frank Castorf, der 25 Jahre lang die Berliner Volksbühne geleitet hatte, seine letzte Inszenierung vor. Seine Amtszeit hört zum Ende dieser Spielzeit auf.

Zum feierlichen Abschluss seiner Karriere wandte er sich erneut seinem Lieblingsautor Fjodor M. Dostojewski zu. Dessen Erzählungen "Ein schwaches Herz" und "Bobok" sowie Michail Bulgakows Satire "Iwan Wassiljewitsch wechselt den Beruf" verwob er zu einem assoziationsreichen Kaleidoskop über die Unerreichbarkeit dauerhaften Glücks.

"Nur" vier Stunden ohne Pause

Für Castorf-Verhältnisse fällt der mit Volksbühnen-Stars wie Kathrin Angerer, Jeanne Balibar, Frank Büttner und Sir Henry prominent besetzte Abend recht kurz aus: Er dauert lediglich vier Stunden ohne Pause. Einige Zuschauer verließen die Premiere dennoch vorzeitig. Der Großteil aber blieb und applaudierte am Ende kräftig. Es stellte sich allerdings der Eindruck ein, der Beifall und der Jubel galten eher Frank Castorf selbst als der Inszenierung.

Castorfs Intendanz endet im Sommer mit dem Antritt von Chris Dercon als neuem Leiter des Theaters. Castorf wird in Zukunft als freischaffender Regisseur arbeiten. Geplant ist beispielsweise jährlich eine Inszenierung am Berliner Ensemble unter dem neuen Intendanten Oliver Reese. Als erstes will Castorf dort im Dezember seine Version von Victor Hugos Drama "Les Misérables" ("Die Elenden")
herausbringen.

(Rpo/dpa)
 
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