Eröffnung: Bode-Museum glänzt als Berlins neues Juwel
zuletzt aktualisiert: 17.10.2006 - 13:47Berlin (rpo). Die Berliner Museumsinsel ist komplett: Mit dem restaurierten Bode-Museum ist am Dienstag ein neues Juwel in der Hauptstadt eröffnet worden. Nach der Alten Nationalgalerie vor vier Jahren präsentiert sich das Gebäude nun als zweiter der fünf Kunsttempel in grundsaniertem Zustand.
Der Bau sei in seiner ganzen Schönheit und Qualität wiedergewonnen, sagte der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Klaus-Dieter Lehmann, am Dienstag in Berlin. "Wir haben Bode verstanden, aber nicht kopiert", sagte er mit Blick auf die nun großzügigere Präsentation der Kunstwerke. Die Skulpturensammlung sei einzigartig auf der Welt. Die umfassende Restaurierung sei mit insgesamt 162 Millionen Euro im Kostenrahmen geblieben.
Das Bode-Museum sollte am Abend mit einem Festakt eingeweiht werden, zu dem auch Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) sowie Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) erwartet wurden.
Das als viertes Haus der Museumsinsel von 1898 bis 1904 errichtete Kaiser-Friedrich-Museum trägt seit 1956 den Namen seines Begründers Wilhelm von Bode (1845-1929). In dem imposanten wilhelminischen Neobarock-Bau werden jetzt die Skulpturensammlung und das Museum für Byzantinische Kunst, das Münzkabinett und Werke der Gemäldegalerie präsentiert.
Die Berliner Museumsinsel umfasst auf 60 000 Quadratmetern Fläche das Alte Museum, das Neue Museum, die Alte Nationalgalerie, das Bodemuseum und das Pergamonmuseum. 1999 hatte der Stiftungsrat der Stiftung Preußischer Kulturbesitz einen "Masterplan" beschlossen, der die Richtlinien für die Sanierung und Vollendung des Ensembles umfasst. Im selben Jahr wurde die Museumsinsel auch in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. (folgt Zusammenfassung bis 15.00 Uhr)
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