Ausgaben brechen ein: Deutsche gehen weniger ins Theater und Konzert
zuletzt aktualisiert: 04.10.2010 - 16:13Hamburg (RPO). Die Bundesbürger geben immer weniger Geld für Konzerte, Theater und andere Veranstaltungen aus. Im Jahr 2009 setzte die Veranstaltungswirtschaft rund 3,2 Milliarden Euro um, zwölf Prozent weniger als im Jahr zuvor.
Die Zahl der Besucher fiel um sechs Prozent auf 30,7 Millionen, wie eine GfK-Umfrage im Auftrag des Bundesverbandes der Veranstaltungswirtschaft ergab. Damit schrumpfte die Branche im zweiten Jahr in Folge. Eine Eintrittskarte kostete durchschnittlich 29,83 Euro und damit zwei Prozent weniger als im Vorjahr, wie Verbandspräsident Jens Michow am Montag in Hamburg sagte. Die Eintrittspreise würden nicht erhöht, kündigte er an.
Trotz des Einbruchs geben die Deutschen aber immer noch mehr Geld für Live-Veranstaltungen aus als für andere Unterhaltungsbranchen wie Computerspiele (1,9 Milliarden Euro), Video (1,6 Milliarden Euro) oder CDs (1,5 Milliarden Euro). Nur Bücher (3,99 Milliarden Euro) ließen sich die Unterhaltungskonsumenten mehr kosten, wie der Verband auf Basis der GfK-Umfrage unter 4.000 Personen mitteilte. Etwas mehr als ein Viertel des gesamten Veranstaltermarktes mit rund 900 Millionen Euro sind Nicht-Musikveranstaltungen wie Theater, Comedy oder Zirkus.
Innerhalb der Veranstaltungen floss das meiste Geld mit jeweils 24 Prozent an Musicals sowie Pop- und Rockkonzerte. Es folgten klassische Konzerte mit 15 Prozent. Die höchsten durchschnittlichen Eintrittspreise erzielten Musicals mit 59 Euro vor Konzerten deutscher Schlagerstars mit 41 Euro. Eine Theaterkarte kostete dagegen im Schnitt nur 18 Euro.
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