Auszeichnung für RAF-Tonkollage: Deutscher Hörbuchpreis für "Herr Lehmann"
zuletzt aktualisiert: 16.02.2009 - 18:01Köln (RPO). Der Deutsche Hörbuchpreis 2009 für die beste Fiktion geht an das Hörbuch "Herr Lehmann". Die Jury würdigte das Werk, das auf dem gleichnamigen Roman von Sven Regener basiert, als mitreißend. Weitere Auszeichnungen gehen an Schauspieler Manfred Zapatka, Maximilian Schönherr sowie an die Verleger Till Tolkemitt, Robert Galitz und Kurt Kreiler.
Zapatka erhält den Preis für seine Sprecherleistung in Homers "Ilias". Seine vielseitige Stimme trage und präge Homers Erzählkosmos und beschere dem Hörer rund 20 Stunden lang "epische Intensität", urteilte die Jury.
Schönherr wird für "Die Stammheim-Bänder" ausgezeichnet: Die Auswahl aus wieder aufgefundenen Tonbandaufnahmen des Stammheimer Gerichtsprozesses gegen Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Ulrike Meinhof und Jan-Carl Rasspe gebe einen "bestmöglichen Einblick in die Auseinandersetzungen jener Zeit und in die staatlich-gegenkulturellen Rituale einer fremden Welt", hieß es.
Till Tolkemitt vom Verlag Zweitausendeins sowie Robert Galitz und Kurt Kreiler vom mOcean O-TonVerlag erhalten den Preis für die beste verlegerische Leistung für das Programmsegment "Zweitausendeins Dokument". Die Jury erklärte, diese Edition biete eine "bibliophile Anmutung" mit herausragenden Begleitmaterialien und nehme den Begriff des Hörbuchs wörtlich.
Bereits in der vergangenen Woche waren drei weitere Preisträger bekanntgegeben worden: Schauspielerin Irm Hermann und die Produktionen "Reise ans Ende der Nacht" und "Der Krieg der Knöpfe". Die Auszeichnungen werden bei einer Hörbuchgala am 15. März in Köln während der lit.COLOGNE überreicht.
Köln (ddp). Die Gewinner des Deutschen Hörbuchpreises 2009 stehen fest. Als beste Fiktion wird Sven Strickers Hörstück "Herr Lehmann" nach Sven Regeners gleichnamigem Roman ausgezeichnet, wie die Jury am Montag in Köln mitteilte. Mit der Auszeichnung werde das "mitreißende Hörstück" und besonders die Leistung der Sprecher Florian von Manteuffel und Florian Lukas gewürdigt, hieß es zur Begründung.
In der Kategorie Bester Interpret gewann der Theater- und Fernsehschauspieler Manfred Zapatka für seine Sprecherleistung in Homers "Ilias". Die Jury lobte Zapatkas "vielseitige Stimme, die Homers Erzählkosmos" präge.
Die Auszeichnung für die beste Information geht an Maximilian Schönherr für "Die Stammheim-Bänder". Das Stück gebe den "bestmöglichen Einblick in die Auseinandersetzungen jener Zeit und in die staatlich-gegenkulturellen Rituale einer fremden Welt".
Den Preis für die beste verlegerische Leistung erhält Till Tolkemitt, Verlag Zweitausendeins, sowie Robert Galitz und Kurt Kreiler vom Mocean O-Ton-Verlag für das "Zweitausendeins Dokument". Die Bände bieten der Jury zufolge eine "bibliophile Anmutung" mit herausragenden Begleitmaterialien.
Weitere Preisträger sind als beste Interpretin Irm Hermann für ihre Rolle in Werner Fritschs "Enigma Emmy Göring" und als bestes Kinderhörbuch "Der Krieg der Knöpfe" von Louis Pergaud. In der Kategorie Das besondere Hörbuch kürte die Jury Louis-Ferdinand Célines "Reise ans Ende der Nacht".
Der Deutsche Hörbuchpreis wird in diesem Jahr zum siebten Mal vergeben. Die Preise werden am 15. März in Köln während des Literaturfestivals lit.Cologne überreicht.
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